Kultur

Roulettespiel mit den Alter Egos

11.09.2019, Von Melinda Weber — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Theater im Schlosskeller eröffnet zweites Halbjahr mit neuem Soloprogramm von Kabarettist Uli Boettcher

Uli Boettcher führt hintersinnige Dialoge mit sich selbst. Foto: Weber
Uli Boettcher führt hintersinnige Dialoge mit sich selbst. Foto: Weber

NÜRTINGEN. Er ist Schwabe, das hört man. Er ist ein Mann mittleren Alters, das sieht man. Und er ist das „Letztbeste“, das seiner Frau passiert ist. Das sagt er zumindest: Kabarettist Uli Boettcher. Dass er nicht nur das, sondern noch viele Personen mehr ist, zeigte der Persönlichkeits-Tausendsassa am Freitagabend im Theater im Schlosskeller. Mit seinem neuen Soloprogramm „Ich bin viele“ wurde nun vor vollem Haus das zweite Veranstaltungs-Halbjahr eröffnet.

Uli Boettcher hat kein Problem damit, zu seinen Schwächen zu stehen. Zu seiner fehlenden handwerklichen Begabung ebenso wenig wie zu seinen stinkenden Käsefüßen. Niemand ist perfekt. Und dass es darum auch überhaupt nicht geht, weiß man spätestens nach diesem Abend. Denn wer kennt sie nicht, die paradoxen Persönlichkeitsanteile, die da in einem selbst feilschen und kämpfen? Die Gänsestopfleber schmeckt manchmal eben auch dem Tierschützer gut. „Abgrundtief böse, aber wahnsinnig gut“, in Boettchers eigenen Worten.


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