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Mythos Aufklärung?

18.06.2016 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In der Veranstaltungsreihe „Café denk-art“ wurde die Überheblichkeit der westlichen Kultur hinterfragt

NÜRTINGEN (os). Eigentlich war die Aufklärung im 18. Jahrhundert angetreten, alle Mythen mittels der Vernunft hinter sich zu lassen. Ob die Menschen der westlichen Kultur infolge dieser geistigen Bewegung wirklich mehr von sich und der Welt verstehen oder ob sie sich zu Unrecht darauf etwas einbilden, darum ging es kürzlich beim Café denk-art in der Alten Seegrasspinnerei.

Das Forum zukunftsfähiges Nürtingen, die Volkshochschule und die nn-akademie hatten den Nürtinger Kunstdozenten Andreas Mayer-Brennenstuhl eingeladen, über die Frage „Mythos Aufklärung?“ zu referieren. Vor gut 30 Gästen beleuchtete dieser die Entwicklung vom Mythos zum Logos und endete schließlich bei der epochemachenden Schrift „Dialektik der Aufklärung“ von Horkheimer und Adorno, den beiden Koryphäen der Frankfurter Schule. Diese stellten in ihrem 1947 erschienenen Buch die provokante These auf, dass die Aufklärung durch den mit ihr einhergehenden einseitigen Rationalismus mitverantwortlich für das Aufkommen des Faschismus gewesen sei. Denn obwohl diese Mythologie mythengeschwängert sei, sei sie letztlich auch eine Ausgeburt der instrumentellen Vernunft.


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