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Bei Kurzarbeit droht Steuernachzahlung

Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld bekommen haben, müssen eine Steuererklärung abgeben – Auch Erstattungen sind möglich

Im vergangenen Jahr haben so viele Menschen kurzgearbeitet wie noch nie. Was viele nicht wissen: Wer eine Lohnersatzleistung wie das Kurzarbeitergeld bekommen hat, muss eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben. Und er muss unter Umständen mit einer Steuernachforderung rechnen.

Wer in der Steuerklasse eins oder vier veranlagt ist und außer seinem Arbeitslohn bis zu einer Höhe von 410 Euro keine weiteren Einkünfte hat, ist normalerweise nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben, weil die Lohnsteuer bereits vom Arbeitgeber abgeführt wird. Mit der Kurzarbeit ändert sich das. Übersteigt das Kurzarbeitergeld 410 Euro, was bei den meisten Arbeitnehmern der Fall sein dürfte, ist eine Einkommensteuererklärung abzugeben, erklärt die Steuerexpertin Andrea Schmid-Förster vom Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg.

Der Grund ist der sogenannte Progressionsvorbehalt. Das Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung, die das Einkommen erhöht. Zwar ist das Kurzarbeitergeld selbst steuerfrei. Jedoch erhöht sich aufgrund des linear-progressiv ansteigenden Steuertarifs der persönliche Steuersatz mit steigendem Einkommen.

Ein einfaches Beispiel soll dies ...

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