Der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost und seine Familie sind einem Schweizer Medienbericht zufolge überfallen und ausgeraubt worden. Der 71 Jahre Franzose sei bei dem Raubüberfall in seiner eigenen Wohnung am Genfersee leicht am Kopf verletzt worden, berichtet das Boulevard-Blatt «Blick».
Die Staatsanwaltschaft im Kanton Waadt hatte über einen Raubüberfall am vergangenen Dienstag gegen 8:30 Uhr in Nyon berichtet. Sie nennt Einzelheiten, aber nicht die Namen der Betroffenen.
Nach diesen Angaben drangen Täter in eine Wohnung ein, während die Bewohner anwesend waren und bedrohten sie. Ein Familienmitglied sei gezwungen worden, einen Safe zu öffnen. Die Täter seien mit der Beute geflohen.
Die Polizei sei sofort mit mehreren Streifen sowie einer Hundestaffel zur Spurensicherung in Nyon und Umgebung im Einsatz gewesen, aber von den Tätern fehlt noch jede Spur. Die Staatsanwaltschaft habe ein Strafverfahren eingeleitet. Über den Sachschaden und finanziellen Schaden machte sie keine Angaben.
Prost ist nach Informationen des «Blick» nach Dubai zurückgekehrt, wo er ebenfalls einen Wohnsitz hat. Eine Managementfirma, die Prost laut Webseite vertritt, äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
Prost gewann 1985, 1986, 1989 und 1993 den WM-Titel. Zudem erlangte das Stallduell des Franzosen seinerzeit bei McLaren mit der brasilianischen Formel-1-Ikone Ayrton Senna Legendenstatus. Von 2017 bis Anfang 2022 hatte Prost als Berater für das französische Alpine-Team gearbeitet.
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