NT-Zizishausen

Zizishäuser Theater spielt „Der Gartenzwergmord“

NT-ZIZISHAUSEN. Ende Februar führte die Theatergruppe des TSV Zizishausen das schwäbische Lustspiel „Der Gartenzwergmord“ im Saal des Archies auf der Insel auf. Alle vier Veranstaltungen waren ausverkauft und bei prächtiger Stimmung zeigten die Akteure ihre ganze Spielkunst. Ein Lacher folgte auf den andern, sodass die Darsteller mit rhythmischen Klatschen durch das Publikum belohnt wurden.
Buxbaums und Holzapfels wohnen Garten an Garten. Während Heribert Buxbaum (Helmut Hoss) seinen Garten mit Lieblings-Gartenzwergen schmückt und eine Vorliebe für Marschmusik hat, liebt seine Nachbarin Inge Holzapfel (Nicole Lauer) mehr den indischen Lebensstil und klassische Musik. Er macht zudem aus seiner Abneigung gegen den Finanzbeamten Peter Fernblick (Florian Decker ) keinen Hehl, der ihm wegen seines nicht angezeigten Dachausbaues einen vermeintlich zu hohen Einheitswert-Steuerbescheid zugestellt hat. Und ausgerechnet dieser Finanzbeamte ist der Geliebte seiner Tochter Eva (Lena Hoss ) und Vater des zu erwartenden Kindes.
Eines Tages sieht Heribert seinen geliebten Musikzwerg in Scherben darnieder liegen und verdächtigt sofort seine Nachbarin als „die Gartenzwergmörderin“. Daraus entwickelt sich ein nachbarschaftlicher Streit, der kaum noch beizulegen ist. Als dann auch noch die Dorf-Klatschbase Frau Wümmelich (Edeltraut Decker) ausplaudert, sie habe Gerlinde Buxbaum (Gaby Aschenbrenner) in den Armen von Karl-Heinz Holzapfel (Bernd Zimmermann) beobachtet, gerät der Hitzkopf Heribert außer sich. Nicht einmal sein bester Kumpel und Skatbruder Kurt Bleibtreu (Daniel Hoss) gelingt es, ihn zu besänftigen. Nur ein besonderes Ereignis kann ihn zur Einsicht bringen. Weil Nachbar Holzapfel wegen dieser Zwergengeschichte ebenfalls mit seiner Frau zerstritten ist, muss dieser im Garten übernachten. Zum Glück für die Buxbaums, denn so bemerkt er den Schwelbrand in deren Haus und kann die Feuerwehr alarmieren. Diese Beinahe-Katastrophe belehrt den Dickschädel Heribert, dass es auch noch wichtigeres auf der Welt gibt als Gartenzwerge, die nämlich echte Freundschaft und gute Nachbarschaft.
Einen besonderen Anklang beim Publikum fand die akustische Untermalung der Spielszenen und das detailreiche Bühnenbild, das von Jürgen Hoss und Markus Pfäffle gestaltet wurde. Auf dem Souffleurstuhl saß Petra Gerwig; die Fotos lieferte Uwe Schulze. Die Theatergruppe bedankt sich bei den Zuschauern für den Besuch und den besonders herzlichen Applaus.

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