Neckartenzlingen

VR-Studie: Die Zukunft im Klassenzimmer

Wy-Ming Lin, Leiter der VR-Studie mit einem Schüler. Foto: Julia Schmidt-Peterson

NECKARTENZLINGEN. Klassenzimmer-Atmosphäre in der virtuellen Welt? An drei Tagen im November und Dezember konnten das Schüler am Gymnasium Neckartenzlingen in einer Studie des Hector-Instituts für empirische Bildungsforschung erleben. Ziel dieser Studie ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche Rolle Mitschüler für erfolgreiches Lernen spielen und wie Unterrichtssituationen so gestaltet werden können, dass Lernende neue Inhalte bestmöglich lernen können.

Die Wissenschaftler des Hector-Instituts für empirische Bildungsforschung führen dazu zusammen mit der Graduiertenschule und dem Forschungsnetzwerk Lead der Universität Tübingen die Studie „Für die Zukunft lernen im virtuellen Klassenzimmer“ durch. Dafür nehmen die Schüler durch eine Virtual-Reality-Brille an einer Unterrichtssituation zum Thema „Computational Thinking“ (deutscher Titel: „Verstehen, wie Computer denken“) teil. Sie lernen dabei Grundzüge des informatischen Denkens, einer Kompetenz, die eng mit logischem Denken und Abstraktionsfähigkeit zusammenhängt. Informatisches Denken ist in dieser Form im Lehrplan nicht vorgesehen, zählt jedoch als sogenannter „21st Century Skill“ zu den wichtigen Fähigkeiten für die Zukunft.

Die VR-Technologie ermöglicht es, eine bestimmte Situation mithilfe einer 3D-Brille realitätsnah zu erleben. Für Wissenschaftler ist die VR-Technologie eine einmalige Möglichkeit, um zu erforschen, wie ein und dieselbe Situation auf verschiedene Lernende unterschiedlich wirkt. Das Interesse der Schüler, an der Studie teilzunehmen, war sehr groß und es hat allen sehr viel Spaß gemacht, im virtuellen Klassenzimmer zu lernen!

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