Nürtingen

"Tangette" zu Gast bei "Musik im Roßdorf"

Die Gruppe Tangette: V.l.n.r.: Siggi Köster, Thomas Reil, Johannes Dittert und Peter Funk Foto: Herwig Czernoch

NÜRTINGEN. Ein bunt gemischtes Konzertprogramm präsentierte das Quartett „Tangette“ bei „Musik im Roßdorf“. Die Vielfalt der dargebotenen Musikrichtungen war Programm und vom Veranstalter auch so gewünscht. Denn mit dem Konzert feierte man auch das zweijährige Bestehen der Konzertreihe „Musik im Roßdorf“. Es sollte ein Hinweis darauf sein, dass die Musiker in den bisherigen 14 stattgefundenen Konzerten eben auch diese Vielfalt an den verschiedensten Genres geboten haben.
So begannen „Tangette“mit dem sehr ruhigen, besinnlichen „Jenseits der Stille“ von Niki Reiser und wechselten dann mit dem „Tango Pour Claude“ von R. Galliano nicht nur den Takt, sondern auch die ganze Stimmung. Weiter im vielseitigen Programm ging es mit zwei Jazz-Titeln, nämlich dem Jazz-Walzer „Bluesette“ und dem Slow Jazz „Blue Clarinet“. In Anlehnung an das Konzert der Gruppe „Kleztett“ im November 2024 durfte im Programmablauf die Klezmermusik nicht fehlen. Im ersten Teil vor der Pause brachten dazu die Musiker „KI Mitzion“ und nach der Pause dann noch den Titel „Klezmers Freilach“ zu Gehör.
Ein optischer und gleichsam auch akustischer Glanzpunkt war die Bassklarinette von Thomas Reil. Reil hatte das Instrument auf persönlichen Wunsch des Organisators von „Musik im Roßdorf“ mit nach Nürtingen gebracht. Zunächst erklärte er dem Publikum das Instrument und auch die Unterschiede zu dem für den Laien zum Verwechseln ähnlich aussehenden Saxophon. Mit tiefen weichen, schwingenden Tönen überraschte und verblüffte Thomas Reil und seine Band das Publikum mit „Choco Flanel“.
Auch nach der Pause wurde das bunte Programm mit Stücken aus vielen Genres fortgeführt, auch die Bassklarinette kam bei dem Lied „Mollendo Cafe“ nochmals zum Klingen. Nach etwa zweimal 50 Minuten wollten die Musiker, Siggi Köster, (Akkordeon), Johannes Dittert (Schlagzeug), Peter Funk (Kontrabass) und Thomas Reil (Klarinetten und Gesang) mit dem Stück „Hymne a l’Amour“ ihr Gastspiel bei „Musik im Roßdorf“ beenden. Nur das Publikum wollte sie nicht gehen lassen. Lang anhaltender, kräftiger Applaus spornte die Musiker noch zu zwei Zugaben an. Bei der ersten Zugabe wuchs Thomas Reil als Sänger, mit dem durch Willy Reichert bekannt gewordenen, schwäbischen „O wän i Gäld gnueg hätt“ von Otto Keller über sich hinaus.
Mit der zweiten Zugabe „It´s Delovely (Red Hot and Blue) von Cole Porter verabschiedeten sich die Musiker endgültig vom Publikum. Herwig Czernoch bedankte sich bei „Tangette“ für das breit gefächerte, bunte, zu „Musik im Roßdorf“ passende Programm.. Am Ende der Veranstaltung konnte man noch bei Getränken und „Roßdorfseelen“ miteinander und mit den Musikern plaudern.
Das nächste Konzert von „Musik im Roßdorf“ findet am Montag, 29. Juni, um 19 Uhr im Stephanushaus im Roßdorf statt. Zu Gast sind dabei die „Neckarknurrhähne“ mit ihren Shantys und Seemannsliedern.

Zur Startseite