NÜRTINGEN. 30 Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse des Max-Planck-Gymnasiums hatten am Dienstagvormittag die Gelegenheit, den Profi-Trompeter Sebastian Berner in entspannter Atmosphäre im Klassenzimmer zu erleben. Mehr als eine Stunde nahm sich der Solo-Trompeter des hr-Sinfonieorchesters für die Schulklasse Zeit: Wie viele Stunden übt ein Profimusiker täglich? Hat er auch mal einen schlechten Tag? Und was macht eine Trompete in der Badewanne? Kurzweilig und zugewandt beantwortete der 31-Jährige die Fragen der Schülerinnen und Schüler und erzählte von seinen Anfängen als Trompetenschüler, den Stationen in verschiedenen Jugendorchestern und seinem Musikstudium bis zum Alltag als Orchestermusiker in Frankfurt am Main.
In vielen kurzen Musikbeispielen konnten sich die Elfjährigen von der Klangvielfalt der Trompete überzeugen: virtuos im Trompetenkonzert, geradlinig und laut in der Fanfare oder zart und beschwingt im Jazz.
Der Schulbesuch von Sebastian Berner fand im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ statt, die sich für die Begegnung junger Menschen mit Akteurinnen und Akteuren der klassischen Musikszene einsetzt. Am Vorabend hatte Berner auf Einladung des Nürtinger Kulturamts gemeinsam mit der Pianistin Nami Ejiri in der Nürtinger Meisterkonzert-Reihe vor ausverkaufter Kreuzkirche konzertiert.