NÜRTINGEN. Der Große Saal der Rudolf-Steiner-Schule verwandelte sich Mitte April in eine farbenreiche, märchenhafte Landschaft: Riesige Blumen ragten über die Bühne, im Hintergrund wogen überdimensionale Grashalme und schufen eine fantasievolle Szenerie, die das Publikum unmittelbar in die Welt von „Die kleine Schnecke Emma“ eintauchen ließ. Das Musiktheater der Klangwelten der Musik- und Jugendkunstschule (MJKS) entfaltete sich als lebendiges Bühnenerlebnis voller Musik, Bewegung und Fantasie.
Im Mittelpunkt der Vorstellung stand die kleine Schnecke Emma, die sich neugierig und voller Entdeckerfreude auf eine Reise durch Wälder, Wiesen und Hecken begab. Auf ihrem Weg begegnete sie einer vielfältigen Tierwelt, darunter quakenden Fröschen, emsigen Ameisen, eleganten Spinnen, hämmernden Buntspechten, kleinen Raupen, die sich zu Schmetterlingen verpuppten, sowie zischenden Schlangen. Mit großer Spielfreude und sichtbarer Begeisterung brachten die beteiligten Kinder diese Begegnungen musikalisch und szenisch auf die Bühne und ließen die farbenfrohe Tierwelt lebendig werden.
Besonders eindrucksvoll war das gekonnte Zusammenspiel der verschiedenen Klangweltenkurse der MJKS. Mit großem Engagement, Kreativität und viel Herzblut gestalteten die Lehrkräfte aus der Elementaren Musikpädagogik eine gelungene Inszenierung für die ganze Familie. Liebevoll und detailreich gestaltete Kostüme unterstrichen die tierische Atmosphäre und setzten zu der mitreißenden Musik noch zahlreiche visuelle Akzente.
Neben vielen live gesungenen Liedern, stimmungsvoll am Klavier begleitet von Schulleiter Albrecht Meincke, kamen auch abwechslungsreiche Playbacks zum Einsatz, die in einzelnen Szenen zusätzlich musikalisch unterstützten. Die Kinder aus dem kreativen Kindertanz übernahmen dabei unter anderem die Rollen von Spinnen und Ameisen und setzten diese in beeindruckende choreographierte Bewegungsbilder um. Bei den jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren die Eltern aktiv in das Bühnengeschehen einbezogen und sorgten beim „Raupenlied“ für einen besonderen Moment, wenn sich die Raupen in Schmetterlinge verwandelten.
Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kindern und ihren Familien sowie den engagierten Lehrkräften, Andreea Sadri-Mittner, Bettina Lüdeke, Ewelina Manowicz und Alexandra Herz, die dieses Projekt mit viel Hingabe und künstlerischem Gespür vorbereitet und umgesetzt hatten. Ihr Einsatz machte dieses Musiktheater zu einem eindrucksvollen Gemeinschaftserlebnis und zeigt, wie viel Kreativität und Ausdruckskraft in der künstlerischen Arbeit mit Kindern entstehen kann. Und nicht zuletzt machte Emma, die kleine Schnecke, deutlich: „Ohne Dich wäre die Welt nur halb so schön“.