NÜRTINGEN. Mit einer Eröffnungsfeier im Museum der Stadt Zerbst/Anhalt haben jüngst die 61. Kulturfesttage der Stadt begonnen. Bis zum 15. März präsentieren dort 14 Künstlerinnen und Künstler aus Nürtingen und Umgebung ihre Werke – als Beitrag zur traditionsreichen Reihe und als Zeichen der über 30-jährigen Städtepartnerschaft.
Seit 2015 ist der Nürtinger Kunstverein dort regelmäßig vertreten. Für Oberbürgermeister Johannes Fridrich ist dies ein bewusstes Statement. In seinem von Alexandra Fischer-Herl verlesenen Grußwort betonte er die Bedeutung kultureller Zusammenarbeit gerade in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten.
„Kunst und Kultur sind für den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft essenziell“, heißt es darin. Sie förderten Kreativität, Empathie und Toleranz, regten zu kritischem Denken an und böten Raum, Neues zu erproben. Ihr Potenzial, Brücken zu schlagen und Menschen zusammenzubringen, sei unverzichtbar: „Wer daran spart, spart am falschen Ende.“
Fridrich ordnete die Ausstellung in den Kontext der langjährigen Partnerschaft beider Städte ein. Städtepartnerschaften seien Ausdruck von Solidarität und Vielfalt – „wertvoller denn je“. Die Kultur bilde dabei seit Jahrzehnten ein stabiles und fruchtbares Fundament.
Das Programm der Kulturfesttage umfasst Lesungen, Vorträge, Konzerte, Workshops sowie Angebote für Kinder und Jugendliche. Die Vielfalt zeigt sich auch in den Nürtinger Arbeiten: Skulpturen, Fotografien, Plastiken, Malereien und Multimedia-Arbeiten sind vertreten.
Beteiligt sind Viktor Bayer, Ursel Bohn, Josephine Bonnet, Meike Düssmann, Alexandra Fischer-Herl, Michael Gompf, Barbara Hahn, Christine Kiedaisch, Tiina Kern, Hans-Joachim Prager, Riona Kuthe, Bertram Till, Susanne Wolf-Ostermann und Wolf Zieher. Zudem werden drei Bronzefiguren des verstorbenen Kunstvereinsmitglieds Kurzfritz Handel gezeigt.
Die Organisation lag bei Hans-Joachim Prager, unterstützt vor Ort von Museumsleiterin Agnes-Almuth Griesbach.