Nürtingen

Mitgliederversammlung des Heimatbunds

NÜRTINGEN. Der Vorstand der Regionalgruppe des Schwäbischen Heimatbunds lud zur Mitgliederversammlung 2025 mit Rechenschaftsbericht in den Bürgertreff Nürtingen ein. Mit über dreißig Mitgliedern und einer Reihe von Gästen war die Versammlung gut besucht.
Am Anfang der Veranstaltung stand ein Vortrag unseres Mitglieds Erwin Beck. Als Stadtarchäologe berichtete er über die Ergebnisse seiner jahrzehntelangen Forschung zu dem Thema Archäologisch untersuchte Siedlungsstellen – Hinweise zur Nürtinger Stadtgründung.
Danach leitete Vorsitzender Prof. Dr. Uwe Beck den offiziellen Teil ein. Zunächst begrüßte er den Vorsitzenden des Schwäbischen Heimatbundes, Andreas Felchle, der als Vertreter des Vorstands anwesend war und ein Grußwort an die Mitglieder richtete und dieses mit Erwartungen an die neue Landesregierung verband. Insbesondere soll das Land sich mit seinen Aufwendungen für den Denkmalschutz von einem der letzten Plätze wenigstens in Richtung Durchschnitt der Bundesländer bewegen.
Den Rechenschaftsbericht leitete Uwe Beck mit einem Rückblick über die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2025 ein. Ein fester Bestandteil ist die gemeinsam mit Volkshochschule, Stadtarchiv und Stadtmuseum angebotene landesgeschichtliche und heimatkundliche Vortragsreihe. Besonders hervorgehoben wurde das langjährige Engagement von Erwin Beck, Katrin Uebele, Dieter Metzger bei den Führungen in der Römervilla, von Stadtförster a.D. Richard Höhn für seine „Gänge mit dem Förster in den Kulturraum Wald“ und von Sigrid Emmert, Eberhard Roos, Dieter Metzger und Uwe Beck beim Tag des Offenen Denkmals sowie Lothar Döbler für seine bestens nachgefragten ganztägigen Ausfahrten.
Zum Profil der Nürtinger Regionalgruppe gehört ihr andauerndes und intensives Engagement für Themen und Herausforderungen der Stadtentwicklung: Jüngst ging es um das Schicksal des stadt- und bauhistorisch herausragenden Salemer Hofs in Nürtingen. Es war ein mühseliges Unterfangen, zu erreichen, dass das historische Gebäude nicht für 99 Jahre in Erbpacht aus der Hand der Stadt gegeben wird. Nun hat sich dort ein Architekturbüro mit Expertise für den Erhalt historischer Bausubstanz eingemietet. Die Nutzung des Erdgeschosses ist nicht abschließend geregelt, soll aber der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Auch die Auswirkungen der Wohnungsnot, verbunden mit der Stadtentwicklung, beschäftigten den Vorstand. Nördlich des Bahnhofs, eingeklemmt zwischen Oberboihinger Straße und Bahngleis, auf dem heutigen handtuchartigen Schotterparkplatz war eine Wohnbebauung geplant, die in ihrer Dichte und Höhenentwicklung keinerlei Rücksicht auf die umgebende Bebauung und das Stadtbild nahm. Mittlerweile haben Gemeinderat und die Stadtverwaltung dieses Projekt auf »Null« gestellt. In einem Workshop sollen neue Eckdaten und verträgliche Planungsziele definiert werden.

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