FRICKENHAUSEN-LINSENHOFEN. Kürzlich wurden von der Projektgruppe „Medizinische Hilfe für Gambia“ erneut medizinische Gerätschaften und Verbrauchsmaterial in den Container des Vereins Namel Seegrasspinnerei Nürtingen geladen. Die Holzboxen für die drei Ultraschallgeräte wurden professionell von den gambischen Geflüchteten gebaut, um die wertvolle Fracht auf dem circa 6000 Kilometer weiten Seeweg nach Gambia bis zur Ankunft in Banjul/Westafrika zu schützen. Die medizinischen Gerätschaften sind für deren Heimatkrankenhäuser in Gambia bestimmt, wo sie bereits dringend erwartet werden.
Oft werden zu Beginn des neuen Schuljahres viele Schulranzen aussortiert. Da in den Holzboxen auch noch Platz für Schulranzen war, wurden diese, mit Stiften und Schreibutensilien bestückt, zusätzlich eingepackt.
Sie sind bestimmt für die Waisenkinder in Gambia. In regelmäßigen Abständen besucht die afrikanische Projektleitung die Kinder in den teils recht abgelegenen Dörfern, um diese mit Materialien und Lebensmitteln zu versorgen. Die Kinder sind schon in großer Vorfreude.
Die Reise zum Hafen in Banjul, der Hauptstadt von Gambia in Westafrika, dauert circa sechs bis acht Wochen. Dort wird die wertvolle Fracht von den Angehörigen der gambischen Flüchtlinge, die in der Region wohnen, abgeholt. Mit dem Lkw geht die Verteilung weiter ins Landesinnere. Wie wichtig diese Hilfe ist, die ankommt, wo sie gebraucht wird, zeigen viele Berichte und Fotos aus Gambia.
Durch eine gute Vernetzung bekommt die Projektgruppe, die im Wesentlichen aus Personen besteht, die im medizinischen Bereich tätig sind (Krankenpfleger und -schwestern, Ärzte, Medizintechniker, Pflegedirektorin), immer wieder gute, gebrauchte Gerätschaften angeboten. Allerdings sind die Transportkosten sehr hoch und so freut man sich sehr über Spenden.