Oberboihingen

Fasching für alle: Inklusion in Oberboihingen

Jung und alt, mit und ohne Behinderung, zogen bei der gemeinsamen Polonaise fröhlich durch den Saal. Foto: Leben inklusiv/Daniel Jüptner

OBERBOIHINGEN. Ausgelassene Stimmung, bekannte Faschingshits und ein Saal voller verkleideter Gäste: In der Gemeindehalle Oberboihingen wurde kürzlich beim „Fasching für alle“ wieder gemeinsam gefeiert. Menschen mit und ohne Behinderung allen Alters kamen zusammen, um einen fröhlichen und bewegten Nachmittag zu erleben. Auf dem Programm standen dabei viel Musik, Mitmachaktionen und Raum für Begegnung.

Prinzessinnen, Cowboys, Tiere und Fabelwesen bevölkerten die Gemeindehalle. Seit vielen Jahren richtet Leben inklusiv dort den inklusiven Fasching aus. Organisiert wird die Veranstaltung von den Offenen Hilfen Oberensingen, einem Geschäftsbereich des Sozialunternehmens der Eingliederungshilfe in der Region Nürtingen. Die Offenen Hilfen bieten vielfältige Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung an; der Fasching ist dabei längst zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms geworden.

Wie lebendig dieses Angebot ist, zeigte sich auch in diesem Jahr: Durch das bunte Mitmachprogramm mit Spielen und Tanzrunden führten die Mitarbeiterinnen Aniki und Maren von Leben inklusiv. Mit viel Gespür für das durchweg gemischte Publikum gelang es ihnen, alle Gäste einzubeziehen – ob mitten auf der Tanzfläche oder lieber etwas ruhiger am Rand.

Für die passende musikalische Stimmung sorgte dabei erneut Klaus Wäspy. Mit Faschingshits brachte er die Tanzfläche schnell in Bewegung und schuf die Grundlage für ausgelassenes Feiern.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Guggenmusiker Hexenbusters aus Wolfschlugen gemeinsam mit ihren Mini-Busters. Rund zwei Stunden Vorbereitung mit Schminken und Kostümieren sind für einen solchen Auftritt notwendig – dennoch war es für die Gruppe selbstverständlich, wieder dabei zu sein. „Für uns war sofort klar, dass wir auch in diesem Jahr kommen. Wir unterstützen die Veranstaltung aus voller Überzeugung und spielen hier mit großer Freude“, betonte die Vorständin der Hexenbusters Annalena Heidi. Die Musikerinnen und Musiker traten ehrenamtlich auf und brachten mit Trompeten, Pauken und viel Leidenschaft den Saal zum Klingen – und regelrecht zum Beben.

Auch für die Organisatorin Katharina Ramsperger von den Offenen Hilfen steht der Gedanke der Teilhabe im Mittelpunkt: „Solche Veranstaltungen schaffen echte Begegnungen. Hier feiern Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich gemeinsam. Genau das verstehen wir unter gelebter Inklusion.“ Das kam auch an, denn die Veranstaltung war innerhalb kurzer Zeit bereits ausverkauft. Der „Fasching für alle“ zeigte damit einmal mehr, wie wichtig offene und inklusive Freizeitangebote für die Region sind – und wie viel Freude entsteht, wenn Gemeinschaft im Mittelpunkt steht.

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