NECKARTENZLINGEN. Im Foyer des neuen Verwaltungsgebäudes gab es kaum noch Platz, als die Ausstellung „vis à vis“ durch die Bürgermeisterin, Melanie Braun, eröffnet wurde. In ihrer Rede ging Frau Braun auf den Werdegang der Künstlerin ein und lobte die Vielfalt ihrer Werke wie auch ihre Fähigkeit, mit hoher Sensibilität Menschen und Momente auf ihren Bildern darzustellen und die Betrachtenden zu berühren. In Angelika Rippers Plastiken, die ebenfalls exemplarisch ausgestellt werden, spiegeln sich die eleganten Bewegungen der passionierten Tänzerin wieder.
Im Künstlergespräch, das mit der Vorsitzenden des Galerie-Teams, Sabine Mähring, geführt wurde, berichtete Angelika Ripper über die Entstehung ihrer Bilder in Acryl auf Leinwand, die fast alle einen Titel tragen; außer ihrem letzten Werk, einer abstrakten Farb-Komposition. Sie bat die Besucher, Vorschläge zu machen, wie das Bild „heißen“ könnte und bot ihnen damit die Gelegenheit, Bildpaten zu werden. Dies führte zu lebhaften Gesprächen und fantasievollen Spekulationen.
Besonders interessant war Frau Rippers Erläuterung zur Herstellung ihrer Plastiken. Aus einem Gerippe aus Draht, umkleidet mit Alufolie und modelliert mit Knetbeton, entstehen anmutige Figuren, die durch den Farbauftrag wie aus Bronze oder Porzellan wirken. Am Ende des Gesprächs wurden die Freunde der Kunst und der Begegnungen dazu eingeladen, Frau Rippers Werke von „Angesicht zu Angesicht“ auf sich wirken zu lassen. Auch der Gang durchs Treppenhaus wurde empfohlen, wo die vielfältigen Bilder von Schülerinnen und Schülern aus dem Neckartenzlinger Schulzentrum betrachtet und bestaunt werden können.
Die Ausstellung kann bis zum 17. Juli 2026 während der Öffnungszeiten des Rathauses in der Planstraße 9 besucht werden.