Dr.-Ing. Friedrich Röcker, Nürtingen. Zu den Artikeln „Neckarbebauung auf Eis gelegt“ vom 14. Februar und „Bürger beteiligen, aber wie?“ vom 7. Februar. Die Kehrtwende der Mehrheitsfraktionen CDU, Liberale – Aktive Bürger – FWV und der Freien Wähler ist bemerkenswert. Über ein Jahr lang haben sie den rigorosen Kurs von OB Heirich mitgetragen und die Fraktionen SPD, NL/Grüne und NT 14 beim Versuch, die Bürger zu beteiligen, mit ihrer Mehrheit niedergestimmt. Nachdem das von 4701 Nürtinger Bürgern unterzeichnete Bürgerbegehren, mit dem der Grundstücksverkauf an den Investor verhindert werden sollte, mit Mitteln aus der juristischen Trickkiste zerschlagen war, erfanden die Freien Wähler im Sommer kurzerhand eine „repräsentative Bürgerbeteiligung“ mit anschließendem Investoren-/Architekten-Wettbewerb, deren Durchführung OB Heirich dem „Amt für Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus“ übertrug. Bei der Zusammensetzung der Teilnehmer wurden so viele handwerkliche Fehler gemacht, dass das Ergebnis dieser Veranstaltung, das zuletzt von nur zwölf Bürgern befürwortet wurde, schon aus diesem Grund nicht als Grundlage für weitere Schritte taugte.
Trotzdem versuchte OB Heirich in einem letzten Aufbäumen, auf dieser Basis noch den Wettbewerb auszuloben. Hier nun kamen die Mehrheitsfraktionen zur Besinnung und verhinderten mit ihrem Beschluss vom Dienstag vergangener Woche, dass weiter Geld vernichtet wurde.
Und nun versuchen sie, sich als „die großen Macher“ von Bürgerbeteiligung in Nürtingen zu präsentieren, wo sie noch eine Woche zuvor in der GWN-Sitzung zu Protokoll gaben, dass man endlich ein Regelwerk für Bürgerbeteiligung benötige. Die Herren hatten offensichtlich vergessen, dass sie 2012 ein solches Regelwerk selbst mit erarbeitet und 2013 im Gemeinderat verabschiedet hatten.
Nein, sie sind nicht der Motor der Bürgerbeteiligung, sondern von der Angst getrieben, dass das Thema zum Wahlkampfthema wird.
Leserbriefe | 21.03.2026 - 05:00
Die folgenschwerste Fehlentscheidung
Kurt Schneider, Unterensingen. Zum Artikel „EU-Chefin: Atomenergie ist die Zukunft“ vom 11. März.
Der Atomausstieg war nicht mehr und nicht weniger als das Todesurteil für Deutschland als Industrienation. Jetzt rufen die ideologischen Brandstifter ...
Leserbriefe | 21.03.2026 - 05:00
Knackig und treffend zusammengefasst
Rita Amer, Aichtal-Aich. Zum Artikel „Der Iran-Feldzug wird zum Horrortrip“ vom 12. März.
Bravo, Herr Seibert! Sehr kurz, knackig und treffend zusammengefasst und alles durchschaut! Dieses Fiasko wird die Menschheit teuer zu stehen kommen.