Hartmut Schewe, Aichtal. Zum Tagesthema „Nicht zu begreifen“ vom 25. Juli. Kurt Tucholsky fragte in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts, was Satire dürfe. Seine Antwort war nach vorangegangener Begründung schlicht und einfach: „Alles!“ Es stellt sich die Frage, ob Massenmedien auch alles dürfen. Ob sie sich unter dem Vorwand der Information als Plattform zur Selbstdarstellung eines kranken Massenmörders hergeben dürfen. So wie jetzt im Falle des Massenmörders in Norwegen geschehen. Es ist nichts Neues, dass Mörder dieser Art die Öffentlichkeit suchen, um unsterblichen Ruhm zu gewinnen. Müssen die Medien solchen Verbrechern diesen Gefallen tun und damit Nachahmungs-Märtyrer geradezu ermuntern? Um möglicherweise ungewollt und unnachweisbar neue Opfer zu produzieren?
Da übernehmen die Medien weltweit die fotografischen Selbstdarstellungen des Schlächters genau so, wie der das wollte. Er hat sich vor dem Massenmord selbst inszeniert. In allen Medien ist die Selbstdarstellung zu sehen. Der Name des Unglückseligen ist ebenfalls überall zu lesen. So ist ihm im Kreise der gleichgesinnten und gewaltbereiten christlich-fundamentalistischen Rechtsradikalen ein ehrendes Andenken gewiss. Der Ku-Klux-Klan lässt grüßen. Wo sind die Namen der Opfer zu lesen, wo ihre Fotos zu sehen?
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Hirnlose Silvesterknallerei
Klaus Morunga, Neuffen.
Endlich, 29. Dezember 2025, Verkaufsbeginn Feuerwerk! Fast alle freuen sich. Mein kleiner Paco auf vier Pfoten war nicht begeistert als um 8.05 Uhr die erste Batterie aus Richtung Linsenhofen mit circa. 20 Schüssen abgefeuert ...
Leserbriefe | 31.12.2025 - 05:00
Paulus macht Wandlung zum Guten durch
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Saulus oder Paulus“ vom 22. Dezember.
Der Leserbriefschreiber irrt, wenn er zwischen Saulus und Paulus ein Oder setzt. Paulus von Tarsus, der erste und vielleicht bedeutendste Missionar der frühen ...