Gesundheit im Alltag

Weltkrebstag: Diese Vorsorgechecks empfehlen die Medius-Kliniken für Frauen und Männer

Aus Anlass des Weltkrebstages am 4. Februar: Die Medius-Kliniken erklären, welche Vorsorgeuntersuchungen Leben retten können und ab welchem Alter sie sinnvoll sind.

Krebsvorsorge kann Leben retten. Deshalb haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf verschiedene Früherkennungsuntersuchungen, zum Beispiel zu Hautkrebs oder Darmkrebs. Für Frauen gibt es spezielle Vorsorgeuntersuchungen, um Krebsarten wie Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs in einem frühen Stadium zu entdecken.

Darmkrebs: Darmspiegelung (Koloskopie)

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Die Früherkennung kann die Heilungschancen erheblich verbessern. Seit April 2025 können Frauen und Männer ab 50 Jahren die gleichen Angebote zur Darmkrebsvorsorge nutzen: Sie haben Anspruch auf die Durchführung von zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren, wenn die erste Darmspiegelung keinen Befund erbracht hat. Alternativ können sie alle zwei Jahre einen iFOBT (immunologischen Stuhltest) durchführen lassen. Bei einem auffälligen Stuhltest besteht dann Anspruch auf eine Abklärungskoloskopie. Zudem gilt: Wer sich zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests in Anspruch nehmen.

Hautkrebs: Hautuntersuchung und Selbstuntersuchung

Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Bei dieser Untersuchung wird die Haut auf Veränderungen untersucht, die auf Hautkrebs hindeuten könnten. Dazu gehören beispielsweise verdächtige Muttermale oder Hautveränderungen. Diese Untersuchung wird von Dermatologen oder Ärzten durchgeführt, die über eine spezielle Genehmigung zur Durchführung des Hautkrebs-Screenings verfügen. Neben der ärztlichen Untersuchung ist auch die Selbstuntersuchung der Haut wichtig: Bei Hautveränderungen oder auffälligen Muttermalen sollte ein Dermatologe aufgesucht werden.

Prostatakrebs: Früherkennungsuntersuchung

Männer ab 45 Jahren haben einmal im Jahr Anspruch auf die Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs. Dabei werden die äußeren Geschlechtsorgane, Lymphknoten sowie die Prostata selbst abgetastet.

Brustkrebs: Mammografie und Brustultraschall

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Grundsätzlich haben alle gesetzlich versicherten Frauen ab 30 Jahren einen jährlichen Anspruch auf eine Brustkrebsfrüherkennungsmaßnahme. Diese beinhaltet das Abtasten der Brustdrüse und der regionalen Lymphknoten einschließlich der ärztlichen Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren haben alle zwei Jahre die Möglichkeit, ein Mammografie-Screening durchführen zu lassen. Diese Untersuchung hat sich als sehr effektiv erwiesen, um kleine Tumoren zu erkennen, bevor sie Symptome verursachen.

Frauen, die aufgrund von familiären Vorbelastungen oder anderen Risikofaktoren ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, sollten frühzeitig mit ihrem Arzt sprechen, um zusätzliche Untersuchungen wie den Brustultraschall oder MRT zu erwägen. Der Ultraschall ist besonders bei dichtem Brustgewebe hilfreich, da er Tumore besser sichtbar machen kann als die Mammografie.

Gebärmutterhalskrebs: HPV-Impfung und Pap-Abstrich

Gebärmutterhalskrebs ist in vielen Fällen eine Folge einer chronischen Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV). Die HPV-Impfung bietet einen effektiven Schutz gegen die Viren, die für etwa 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich sind. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren. Aber auch Jungen in diesem Alter sollten geimpft werden, da HPV auch bei ihnen das Risiko für Krebsarten wie Peniskrebs oder Analkrebs erhöhen kann. Zusätzlich zur Impfung ist der Pap-Abstrich (auch Pap-Test genannt) eine wichtige Vorsorgeuntersuchung. Frauen ab dem 20. Lebensjahr haben Anspruch auf einen jährlichen Pap-Abstrich zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Dieser Test hilft dabei, abnormale Zellveränderungen, die durch HPV verursacht werden, frühzeitig zu erkennen und eine mögliche Entwicklung zu Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Ab dem 35. Lebensjahr wird alle drei Jahre ein kombiniertes Screening aus Pap-Abstrich und HPV-Test empfohlen, um den Schutz weiter zu erhöhen.

Eierstockkrebs: Ultraschalluntersuchung und Bluttest

Es gibt derzeit keine routinemäßige Krebsvorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Eierstockkrebs für alle Frauen. Frauen mit familiären Risikofaktoren sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Früherkennung von anderen Krebsarten

Ab dem 45. Lebensjahr haben Frauen Anspruch auf regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen der Genitalien und des Prostatabereichs durch den Gynäkologen. Diese Untersuchungen sind besonders wichtig, um etwaige Veränderungen frühzeitig zu erkennen und schnell zu behandeln.

Fazit

Die Krebsvorsorge ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsprävention. Durch regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen können viele Krebsarten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Gesetzlich Versicherte sollten sich regelmäßig bei ihrer Krankenkasse und dem behandelnden Hausarzt über passende Vorsorgeuntersuchungen informieren.

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