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Schneller, präziser, patientennah: Kirchheims Radiologie setzt auf MRT-Technologie mit KI

Die Medius-Klinik Kirchheim baut ihre radiologische Versorgung im Landkreis Esslingen weiter aus. Dabei kommen moderne Technik und hohe fachliche Kompetenz zusammen, wie Stella Schütz, leitende Radiologin und Neuroradiologin, erklärt.

Das MRT-Gerät in der Medius-Klinik Kirchheim hat ein aktuelles KI-gestütztes Software-Update erhalten und zählt dadurch zu den fortschrittlichsten Geräten in der Region. Foto: pm

KIRCHHEIM. Das MRT-Gerät in der Medius-Klinik Kirchheim hat ein aktuelles KI-gestütztes Software-Update erhalten und zählt dadurch zu den fortschrittlichsten Geräten in der Region. Zusätzlich nutzt die Radiologie einen Deep-Learning-Algorithmus. Deep Learning ist eine Form der künstlichen Intelligenz, bei der ein Computersystem aus einer sehr großen Anzahl von Bilddaten lernt, typische Muster zu erkennen. So kann das System Bildinformationen schneller und genauer verarbeiten als herkömmliche Verfahren. Dadurch werden die Aufnahmen nahezu doppelt so schnell erstellt.

Verkürzte Liegezeit für Patienten

Gleichzeitig verbessert die Technologie die Bildqualität, da auch kleinste Details deutlicher sichtbar werden. Viele Menschen empfinden eine MRT-Untersuchung „in der Röhre“ als unangenehm. Durch die verkürzte Liegezeit wird sie nun besser erträglich und führt zu präziseren diagnostischen Ergebnissen. „Die KI hilft dabei als zusätzliches Werkzeug, das Radiologinnen und Radiologen unterstützt, aber nicht ersetzt“, sagt Stella Schütz, leitende Radiologin und Neuroradiologin an der Medius-Klinik Kirchheim.

Seit einem Jahr können auch ambulante Kassenpatientinnen und -patienten in Kirchheim im MVZ mit dem MRT untersucht werden. Für Röntgenaufnahmen ist sogar kein Termin erforderlich. Von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 13 Uhr genügt ein Überweisungsschein der Hausärztin oder des Hausarztes.

KI als Ergänzung zur radiologischen Expertise

Die Radiologie am Standort Kirchheim verfügt über ein hochmodernes MRT und CT und bietet darüber hinaus spezialisierte Verfahren wie die CT-Perfusion an, die in der Schlaganfalldiagnostik eingesetzt wird. Zur Befundung nutzt das Team unterstützende künstliche Intelligenz sowohl für MRT als auch für CT. Sie hilft beispielsweise bei der Erkennung von Gichtkristallen in der spektralen CT oder bei der Quantifizierung kleinster Lungenembolien. Die KI dient dabei immer als Ergänzung zur radiologischen Expertise.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Radiologie und der Klinik für Neurologie ist ein besonderer Schwerpunkt am Standort Kirchheim. Die hochmoderne Bildgebung in Kirchheim ermöglicht es, Schlaganfälle frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Kurz erklärt:
Was ist eine CT-Perfusion?

Die CT-Perfusion ist eine spezielle Form der Computertomografie, mit der sich die Durchblutung des Gehirns sehr genau beurteilen lässt. Während der Untersuchung wird ein Kontrastmittel über die Vene verabreicht. Anschließend erstellt das CT-Gerät in wenigen Sekunden eine Reihe von Aufnahmen.

Aus diesen Bildern kann die Radiologin oder der Radiologe erkennen, wie gut das Blut durch das Gehirn fließt. So wird sichtbar, ob ein bestimmtes Areal zu wenig durchblutet ist oder Gefahr läuft, geschädigt zu werden – etwa bei einem Schlaganfall.

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