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Weltwirtschaftsforum in Davos: Gelegenheit zum Dialog
Beim Weltwirtschaftsforum treffen sich jährlich Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft. Warum die Teilnahme der USA in diesem Jahr besonders für Aufsehen sorgt, erläutert Tobias Schmidt, Geschäftsführer von Union Investment.
Am 19. Januar 2026 begann das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. In dem Wintersportort treffen sich Jahr für Jahr Spitzenpolitiker und Wirtschaftsfunktionäre aus aller Welt. Besonders ist in diesem Jahr, dass auch die USA mit einer großen und hochrangigen Delegation vor Ort vertreten sind, einschließlich des Präsidenten Donald Trump. Offen bleibt indes, was das zahlreiche Erscheinen der US-Amerikaner zu bedeuten haben könnte.
Zwischen Vorsicht und Chancen
Angesichts der jüngsten außenpolitischen Eskapaden der Vereinigten Staaten – Venezuela, Grönland, Iran – bleibt abzuwarten, was sich die Vertreter aus Washington von der Veranstaltung versprechen. Doch aller Vorsicht zum Trotz birgt das Zusammenkommen so vieler Vertreter verschiedener Länder immer auch die Chance eines persönlichen Dialogs. Es wird also wohl spannend im winterlichen Graubünden.
Märkte reagieren kaum
Die Aktien- und die Rentenmärkte haben sich bisher für eine positive Lesart entschieden und zeigen sich weitgehend unbeeindruckt vom turbulenten Weltgeschehen. Sie sind mit steigenden Kursen ins neue Jahr gestartet. Derzeit scheinen sie über die zahlreichen geopolitischen Krisen hinwegzusehen. Das könnte sich jedoch mit jeder neuen Wendung ändern. Es besteht also die Möglichkeit zwischenzeitlicher Dämpfer an den Börsen. Doch dürfte die Aussicht auf die Gewinnperspektiven der Unternehmen stärker ins Gewicht fallen – und diese könnten sich erfreulich entwickeln.
(Quelle: Union Investment)