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Volksbank Mittlerer Neckar: Notenbanken bleiben ruhig

Sofern sich die Lage im Nahen Osten nachhaltig beruhigt, besteht für die Notenbanken beidseits des Atlantiks, wenn überhaupt, nur geringer Handlungsbedarf – trotz des Energiepreisschocks.

Denn: Der Einfluss auf die Inflation sollte vorübergehend sein. EZB und Fed befinden sich dabei aber in sehr unterschiedlichen Ausgangslagen. Die Lage im Nahen Osten ist weiter unsicher. Wenn der Konflikt bald endet, dürften die Energiepreise nach und nach wieder sinken. Damit bliebe ihr Einfluss auf Inflation und Konjunktur vorübergehend.

Dementsprechend hätten die Notenbanken dann keinen Bedarf, ihre Geldpolitik anzupassen und die Zinsen anzuheben, um dem Preisauftrieb entgegenzuwirken.

Denn die höhere Teuerung ist bislang ausschließlich auf die Energiepreise zurückzuführen. Deren Anstieg ist Ausdruck eines Angebotsschocks – also des plötzlich ausbleibenden Angebots aus der Golfregion. Die Geldpolitik kann mit höheren Zinsen jedoch nicht das Angebot steuern, sondern lediglich dämpfend auf die Nachfrageseite wirken und so verhindern, dass sich auch andere Waren und Dienstleistungen verteuern. Das zeichnet sich aber derzeit nicht ab.

EZB kann abwarten

Mit Blick auf die Europäische Zentralbank (EZB) heißt das, dass sie auf ihrer nächsten Sitzung Ende April die Zinsen unverändert lassen dürfte. Für den Rest des Jahres sollten keine Zinsschritte zu erwarten sein, falls sich der Irankonflikt nachhaltig beruhigt und die Energiepreise, wie die Experten von Union Investment erwarten, langsam wieder sinken.

Sollte sich der Konflikt jedoch wider Erwarten länger hinziehen, sind moderate Zinsanhebungen im Jahresverlauf zu erwarten, um Zweitrundeneffekten vorzubeugen. Die Währungshüter in Frankfurt beobachten die Situation genau, doch anders als im Jahr 2022, als die Inflation sprunghaft und dauerhaft anzog, ist die Lage heute vergleichsweise entspannter.

Vor vier Jahren befeuerte nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ein Energiepreisschock die Inflation, weil Russland als Energielieferant plötzlich weitgehend wegfiel. Die Teuerung im Euroraum war mit mehr als drei Prozent zu dem Zeitpunkt schon deutlich höher – genauso wie die Inflationserwartungen. Die Konjunktur war nach dem tiefen Pandemieschock gerade wieder angesprungen, die Wirtschaft profitierte vom Nachholbedarf der Konsumenten und ihren während der Coronazeit angewachsenen Ersparnissen. Gleichzeitig hatten sich die globalen Lieferketten noch nicht wieder vollständig normalisiert.

Union Investment und die Volksbank Mittlerer Neckar eG

Union Investment gehört zur genossenschaftlichen FinanzGruppe und zählt zu den führenden Vermögensverwaltern in Deutschland. Als zentraler Verbundpartner der Volksbanken und Raiffeisenbanken bietet Union Investment Fonds- und Vermögenslösungen an, die auch Kundinnen und Kunden der Volksbank Mittlerer Neckar eG im Rahmen ihrer Geldanlage und Vermögensplanung nutzen können. Weitere Details dazu gibt es unter anderem hier.

Quelle: Union Investment

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