Die finanzielle Grundausstattung

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben die Finanzbildung im Fokus

Finanzwissen wird immer wichtiger: Neue Initiativen von EU und Bundesregierung sollen Menschen dabei helfen, ihre Geldfragen besser zu verstehen – von Sparen über Schulden bis zur Altersvorsorge.

Die Europäische Kommission hat im September 2025 eine neue Strategie vorgestellt: Finanzkompetenz soll in allen Lebensphasen gestärkt werden – von der Jugend bis ins Rentenalter. Das Ziel: mehr Bildungsprojekte, leicht zugängliche Spar- und Anlageangebote, regelmäßige Erfolgskontrollen.

Auch in der deutschen Politik kommt Bewegung in das Thema Finanzbildung. So arbeitet die Bundesregierung gemeinsam mit der OECD an einer nationalen Finanzbildungsstrategie. Das erklärte Ziel: bestehende Angebote bündeln, Qualitätsstandards definieren, Finanzbildung systematisch stärken.

Ein sehenswertes Ergebnis dieser Initiative ist die Plattform „Finanzielle Bildung“ des Bundesfinanzministeriums. Dort finden sich Broschüren, Wissenstests und praxisnahe Informationen – etwa zur Haushaltsplanung, zum Umgang mit Schulden oder zur Altersvorsorge.

Parallel dazu wurden auch Reformen der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge angestoßen, darunter die Frühstartrente. Diese ist weit mehr als ein neues Vorsorgeinstrument. Sie kann ein echter Türöffner sein: für Gespräche über Geld in Familien, für erste Erfahrungen mit langfristigem Sparen, für ein besseres Verständnis von Altersvorsorge. Wer schon in jungen Jahren sieht, wie sich regelmäßiges kapitalmarktorientiertes Sparen über die Zeit entwickelt, versteht ganz praktisch den Renditeeffekt und den Wert von Geduld und Kontinuität.

Vielfalt bleibt erhalten

Positiv an den aktuellen Reformplänen: Die Vielfalt der Vorsorgemöglichkeiten bleibt erhalten. Neben einem neuen Altersvorsorgedepot können auch Versicherungs- und Bausparlösungen weiterhin genutzt werden. Das schafft die Freiheit, je nach Lebenslage und Präferenz die passende Vorsorgestrategie wählen zu können – ein zentraler Baustein für selbstbestimmte Finanzentscheidungen.

Genau hier knüpfen die Volksbanken und Raiffeisenbanken an. Mit generationenübergreifenden Angeboten, persönlicher Beratung und digitalen Lösungen machen sie Finanzthemen greifbar – vom ersten Sparkonto über die Geldanlage bis zur Altersvorsorge. Ziel ist es nicht, komplizierte Produkte zu erklären, sondern Menschen zu befähigen, ihre eigenen finanziellen Ziele zu entwickeln und umzusetzen.

„Jugend und Finanzen“: lehrreiches Rundum-Angebot

Schon heute gibt es ein breites, etabliertes Angebot, das Finanzbildung ganz praktisch in den Alltag bringt: www.jugend-und-finanzen.de, das Schulserviceportal der Genossenschaftsbanken. Das Portal ist eine zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte, Eltern, Kinder und Jugendliche.

Alle Materialien gibt es hier kostenlos:

• Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien

• Erklärvideos für verschiedene Altersstufen – direkt über den eigenen YouTube-Kanal

• ein über 200 Begriffe umfassendes Glossar „Finanzen A bis Z“

• praxisnahe Anregungen für Schule und Familie.

Besonders praktisch: Schulen können zudem sehen, welche genossenschaftliche Bank vor Ort aktiv ist, und gemeinsam Projekte umsetzen. Damit wird Finanzbildung lokal verankert und persönlich begleitet.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Zur Übersicht