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Narren stürmen das Wolfschlüger Rathaus

22.02.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Übermacht am Donnerstagabend war schlichtweg zu groß für Wolfschlugens Bürgermeister Matthias Ruckh: Gleich 20 Narren stürmten über eine Leiter durch das Rathaus-Fenster und durchs Treppenhaus – zu viel für den als Schneemann verkleideten wehrlosen Schultes. In einem geschickten Manöver krallten sich die Narren den Schüssel zur Gemeinde und verkündeten zugleich ihren glorreichen Sieg mit lauten Schlachtrufen den zahlreichen Schaulustigen vor dem Rathaus. Zur Freude dieser bleibt Wolfschlugen somit noch bis zum Aschermittwoch ganz in der Hand der Fleggahexa, Herdhau-Hexen, Sauhag-Wölfe und den durch ihren markanten Gang bekannten und beliebten Waldhäuser Schlossgeistern – allesamt von der Narrenzunft Hexabanner. Fast schon siegessicher wurde bereits vor dem Rathaussturm der Narrenbaum als Zeichen der Macht aufgestellt, musikalisch untermalt vom Musikverein Wolfschlugen und angefeuert von den Zuschauern. Zehn gestandene Narren waren letztlich notwendig, um das Ungetüm in die Höhe zu hieven, unter den stets aufmerksamen Blicken von Zimmermeister Christoph. Auf über zehn Meter schätzt er die bis auf die Spitze kahlgeschlagene Fichte, „natürlich aus dem Wald in Wolfschlugen!“, wie er verkündete. Ihre Tage sind aber bereits gezählt: feierlich wird der Narrenbaum zum Ende der närrischen Zeit am kommenden Dienstagabend verbrannt, ehe pünktlich um Mitternacht am Aschermittwoch die Fasnet vorbei ist. jüp

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