Nürtingen

Wer bezahlt einen Landtagswahlkampf?

Wahlkampf kostet Geld: Die Direktkandidaten in Nürtingen finanzieren sich unter anderem durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und ehrenamtliche Arbeit.

Hinter jedem Wahlplakat steckt finanzielle Planung und Engagement. Foto: Ralf Just

NÜRTINGEN. Wer sich aktuell in Nürtingen und Umgebung aufhält, kommt kaum am Landtagswahlkampf vorbei. An den Straßen hängen Wahlplakate, Kandidaten werben an Infoständen, Flyer landen in den Briefkästen. Dabei wird klar: Wahlkämpfe kosten Geld und erfordern viel Organisation. Wir haben zwei Direktkandidatinnen aus dem Wahlkreis Nürtingen gefragt, wie sie ihre Wahlkämpfe finanzieren.

Maren Steege, die für die CDU antritt, erklärt: „Mein Wahlkampf wird maßgeblich durch private Spenden von Unterstützern aus der Region sowie durch die Beteiligung meiner Stadtverbände getragen.“ Wichtiger als Geld sei allerdings das ehrenamtliche Engagement. Viele Helfer unterstützten bei der Organisation, beim Aufhängen von Plakaten oder bei Veranstaltungen. Weil sich Sachleistungen und freiwillige Arbeit allerdings schlecht zählen lassen, kann Steege bisher keine Gesamtsumme des Wahlkampfs nennen.

Die Linke verzichtet auf Unternehmensspenden

Clara Meier von Die Linke erklärt ihren Finanzierungsansatz: Sie verzichte auf Spenden von Unternehmen. „Der Wahlkampf der Linken in Nürtingen wird ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Kleinspenden finanziert“, sagt sie. Größere Ausgaben wie Plakate trägt der Kreisverband, während der Landesverband Mittel für Materialien und Veranstaltungen bereitstellt. „Vor Ort fallen nur minimale Kosten an, zum Beispiel für Kabelbinder“, ergänzt Meier. Diese werden ehrenamtlich und privat übernommen, genauso Aktionen wie das kostenlose Verteilen von Waffeln an Wahlständen. Eine genaue Angabe zu den gesamten Wahlkampfkosten ist wegen der Vielzahl an Finanzierungsquellen auch bei Clara Meier nicht möglich.

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