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Es gibt Zufall und Wahrscheinlichkeit, aber gibt es auch Schicksal?

Für alle Wechselfälle des Lebens suchen wir eine Erklärung: Ob uns ein Naturereignis wie Überschwemmung, Sturm, Hagelschaden oder Blitzeinschlag betrifft oder ein Unfall oder eine Krankheit für uns oder andere katastrophal oder glimpflich ausgeht oder uns gar nicht ereilt: Immer messen wir dem Ereignis oder seinem Ausbleiben eine außerhalb des Zufalls liegende Dimension zu. Oft reden wir von schicksalhaften Verstrickungen, die uns oder andere betreffen. Äußerungen wie „da hat das Schicksal aber zugeschlagen“, „der oder die hat ein hartes Schicksal zu erdulden“ oder „das Schicksal hat es gut mit mir/uns gemeint“ haben alle eines gemeinsam: Es wird postuliert, dass eine außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten liegende Kraft etwas bewirkt, das uns betrifft und, sofern wir an die Macht des Schicksals glauben, dass das eingetroffene Ereignis uns vorherbestimmt ist.

„Ein freier, denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt; oder wenn er da bleibt, so bleibt er aus Gründen, aus Wahl des Bessern“, so schreibt Kleist in einem Brief an die Schwester Ulrike im Mai 1799.

Ich glaube nicht an Schicksal und man muss oder kann an Schicksal im ...

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