Weihnachtsgrüße

Von Regenwald, Dünen und Vulkanen

24.12.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Carmen Scheufele und Johannes Liebhart erzählen von Kiwis mit Nikolausmütze und Kiwis mit Reisetipps

Nicht nur die Vulkane Neuseelands haben Carmen Scheufele und Johannes Liebhart beeindruckt.
Nicht nur die Vulkane Neuseelands haben Carmen Scheufele und Johannes Liebhart beeindruckt.

Wie viele junge Menschen heute wollten auch wir nach dem Abitur beziehungsweise Studium erst einmal die Welt entdecken gehen und was liegt da näher als das andere Ende der Welt. So sind wir also am 3. Oktober von Frankfurt Richtung Neuseeland gestartet. Nun sind wir schon fast zweieinhalb Monate mit einem kleinen Camper unterwegs und erkunden Inseln und Leute.

Das Schönste an Neuseeland ist, dass man hier alle 100 Kilometer eine ganz neue Kulisse vorfindet und deren Vielfalt ist beeindruckend: vom Regenwald bis zu riesigen Dünen, von wunderschönen weißen Stränden bis zur rauen Küste mit tollen Felsformationen, grüne Landschaft wie in „Herr der Ringe“ mit vielen Schafen und – nicht zu vergessen – Vulkane.

Die bisherigen Highlights unserer Reise waren die Besichtigung der aktiven Vulkaninsel White Island und des „Tongariro Alpine Crossing“-Wanderwegs, der sich zwischen zwei Vulkankratern windet. Der eine Krater trägt den unaussprechlichen Namen Ngauruhoe und musste sowohl für spektakuläre Szenen der „Herr der Ringe“-Verfilmung als auch für unser Foto als Hintergrund herhalten. Aber auch die Besichtigung von Hobbiton und Whale Watching in einem kleinen Vier-Mann-Flugzeug waren einfach unvergessliche Erlebnisse. Natürlich gehört auch das Erlebnis, einen lebenden Kiwi gesehen zu haben (auch wenn bis jetzt nur in einem Tierpark), dazu.

Die Campingplätze hier sind einfach, aber irgendwie nett. Es gibt viel Natur und man gewöhnt sich daran, auch mal ein paar Tage nicht zu duschen. Dafür trifft man andere Leute, die auch durch Neuseeland reisen und man kann seine Erfahrungen und Tipps für schöne Orte austauschen. Die Nordinsel mussten wir leider schon hinter uns lassen, aber die Südinsel ist fast noch schöner – falls das geht. Wir sind gespannt, was wir noch alles sehen werden.

Aber nicht nur die Landschaft hier ist begeisternd, auch die selbstverständliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen ist einfach toll. So bekommt man zum Beispiel beim Einkaufen ganz nebenbei noch Reisetipps von Einheimischen. Was wir an Deutschland schon jetzt sehr vermissen, ist das Essen. Denn das ist hier entweder einfach größtenteils fettiges Fastfood oder sehr teures gesundes Essen. Die Neuseeländer lieben Weihnachten und Weihnachtsdeko schon fast im amerikanisch grell und bunt leuchtenden Stil. Überall gibt es schon seit Anfang November dekorierte Bäume, glitzernde Fensteraufdrucke, fette bunte Schleifen und im Kaufhaus laufen Weihnachtslieder. Das Highlight an Deko war ein Weinachtsschlitten, der von fliegenden Kiwis mit Nikolaus-Mützen gezogen wurde, der vordere Kiwi hatte natürlich den obligatorisch roten, vermutlich leuchtenden Schnabel.

Doch das alles kommt uns irgendwie noch ziemlich schräg vor, da hier gerade Frühling/Sommer ist und alles blüht und die Sonne scheint. Doch ich glaube, wir müssen uns einfach noch ein bisschen dran gewöhnen, dass es hier eben Bademoden-Sale und BBQ zu Weihnachten gibt.

Wie wir Weihnachten verbringen, wissen wir noch nicht, aber vermutlich wird es nicht dasselbe sein wie zu Hause mit der Familie. Bis Silvester müssen wir uns dann von Neuseeland verabschiedet haben, denn zu Neujahr schauen wir uns das Feuerwerk in Sydney an und gehen noch die nähere Umgebung erkunden, bevor wir Ende Januar nach Hause fliegen und der Ernst des Studierens und Arbeitens wieder auf uns zukommt.

Doch bis dahin wünschen wir unseren Familien und Freunden zu Hause frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

 

Carmen Scheufele und

Johannes Liebhart

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