Weihnachtsgrüße

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24.12.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rika Hahn und Henning Wiesner erlebten die Dominikanische Republik

Rika Hahn und Henning Wiesner waren in der Dominikanischen Republik auch wandernd unterwegs.
Rika Hahn und Henning Wiesner waren in der Dominikanischen Republik auch wandernd unterwegs.

Am 29. Oktober begann unsere Reise durch Mittel- und Südamerika. Glücklicherweise durften wir nach vielen Abschieden direkt ein Wiedersehen in der Dominikanischen Republik mit ausgewanderten Verwandten feiern. Schon zu dieser Zeit waren sowohl Türen als auch Häuser weihnachtlich dekoriert und nur kurze Zeit später lief in jedem Supermarkt „Feliz Navidad“. Bei 30 Grad, Palmen und Anfang November fühlte sich das alles etwas verrückt an.

In unserer Zeit im Norden der Dominikanischen Republik übten wir uns in der spanischen Sprache, im Ausdehnen unserer Mägen mit dem reichhaltigen Essen sowie dem Erkunden der Kultur. Wir besuchten die Stadt Puerto Plata, die wir dank einer riesigen Seilbahn vom 800 Meter hohen „Pico Isabel de Torres“ betrachteten – wenn gerade keine Nebelschwaden unsere Sicht versperrten. Außerdem schlenderten wir durch die kleinere Stadt Sosua und erweiterten unseren Horizont im jüdischen Museum. Unter Wasser offenbarten sich uns tolle Korallen und leuchtende Fische wie im Bilderbuch. Trotz noch unbekannter Seekrankheit wurde der Schnorchelausflug zu einem echten Erlebnis.

Der ganze Norden lebt vom Tourismus; es gibt sogar eine Touristenpolizei für die Hotels, und die Schere zwischen Arm und Reich wird schnell sichtbar. Die Einkaufspreise im Supermarkt weichen von den deutschen kaum ab und viele Produkte werden importiert. Dafür besitzen die einheimischen Früchte einen sehr intensiven Geschmack. Kokoswasser schlürfen und danach das Fruchtfleisch auskratzen darf nicht fehlen. Leider sind die Preise der regionalen Ein-Liter-Bierflaschen recht hoch, weshalb man die Mojito-Happy-Hour auf keinen Fall verpassen sollte. Das günstigste Verkehrsmittel, ein kleiner Van mit 15 regulären Sitzplätzen, nennt sich Guagua. Wir kamen in den Genuss, mit über 25 Menschen darin zu fahren – zur Not wird eben gestapelt.

Trotz dieser einmaligen Erlebnisse mieteten wir ein Auto, um Wandertouren im Landesinneren starten zu können. Die Verkehrsregeln beschränken sich auf ein Minimum, aber Hupen ist inbegriffen. Die Straßen sind gespickt mit Schlaglöchern, Baustellen oder stückweise fehlendem Belag, sodass unseren Ausflügen ein extra Adrenalinstoß hinzugefügt wurde. GPS-gesteuerte Wanderungen auf Trampelpfaden über Flüsse und Almen führten uns zu Wasserfällen, saftig grünen Pflanzen und tropischen Früchten. Da die Dominikaner auf „Beisbol“ stehen, ließen wir es uns nicht nehmen, in die zweitgrößte Stadt Santiago de los Caballeros ins Stadion zu fahren. Leider war das Spiel etwas arm an Vorkommnissen, dafür war das „Drumherum“ umso spannender. Mitte November in der Hauptstadt Santo Domingo angekommen, besitzt nun jedes dritte Haus Weihnachtsschmuck oder einen geschmückten Baum. Hier erfreute uns die Altstadt mit ihrer Geschichte um Christoph Kolumbus.

Ende November begeben wir uns in die Millionenstadt Lima und sind gespannt, was der weitere Verlauf unserer Reise mit sich bringt. Wie, wo in Peru und mit wem wir unser Weihnachtsfest verbringen werden bleibt noch ungewiss. In diesem Sinne: Besinnliche Weihnachten!

 

Rika Hahn und Henning Wiesner

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