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Weihnachtsgrüße

Im Winterwonderland ist Ski, Snowboard und Rodel gut

24.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mia Cremer ist sehr dankbar für ihre wunderbare amerikanische Gastfamilie – Sie ist schon gespannt, wie lange und wie intensiv der Winter in Utah zu spüren ist

Mia Cremer (rechts), hier mit ihren Freundinnen, genießt das erlebnis- reiche Highschool-Jahr in Utah.
Mia Cremer (rechts), hier mit ihren Freundinnen, genießt das erlebnis- reiche Highschool-Jahr in Utah.

Seit Anfang August bin ich jetzt schon hier in den USA. Ich verbringe mein Auslandsjahr bei einer wundervollen Gastfamilie mit Gastgeschwistern, neuen Freunden, neuen Hobbys und einem ganz anderen Alltag. Ich lebe zurzeit in Utah, genauer gesagt in Sandy, südlich von Salt Lake City.

Ich besuche eine öffentliche High School und gehe ganz normal zum Unterricht. Zum Glück gibt es kaum Einschränkungen wegen Covid-19 und ich kann ganz viele Sachen machen, die in Deutschland zurzeit nicht möglich sind, wie zum Beispiel American-Football-Spiele. Es ist supercool, den Highschool-Spirit miterleben zu können! Seitdem die Basketball-Saison angefangen hat, haben wir außerdem Tickets für ein College für die ganze Saison. Das ist ein supergroßes Stadion mit 20 000 Leuten! Es ist sehr wichtig für die Leute hier, dass man das College, auf welches man ging, unterstützt. An meiner Schule gibt es regelmäßige Schul-Tänze. Meistens geht man mit einer Gruppe aus Freunden auf ein Tages-Date und dann abends zu dem Tanz in der Schule. Von diesen Tänzen durfte ich schon Homecoming und Halloween erleben und der Weihnachts-Tanz steht bald auch schon an!

Das ist eine der vielen Sachen, die ich an dem High-School-Leben hier liebe und in Deutschland definitiv vermissen werde. Ich bin in meinen vier Monaten hier schon ziemlich viel rumgekommen. Ich war schon einmal Campen mit meiner Gastmutter in den wunderschönen Bergen hier, etwas später waren wir über ein Wochenende in Los Angeles und haben dort Sightseeing gemacht. Außerdem sind wir über ein langes Wochenende zum Grand Canyon gefahren und haben meine Gastschwester in Phoenix, Arizona besucht. Das waren auf jeden Fall unvergessliche Erfahrungen für mich, wofür ich unendlich dankbar bin.

In den vier Monaten ihres USA-Aufenthalts ist ...
In den vier Monaten ihres USA-Aufenthalts ist ...

Halloween war ebenfalls eine supertolle Erfahrung. Die Amerikaner können zwar nicht erklären, was Halloween ist, aber dafür wird umso mehr gefeiert. Es gab eine Menge Haunted Houses (das ist wie eine Geisterbahn, nur deutlich länger und man läuft mit einer Gruppe durch), Halloween-Partys und Kostüm-Wettbewerbe.

Am 25. November habe ich dann mit meiner ganzen Gastfamilie Thanksgiving gefeiert. Die gesamte Familie ist zu uns gekommen, sogar meine Gastschwester, die aufs College in Arizona geht und dort Fußball spielt. Thanksgiving ist ein bisschen vergleichbar mit dem Erntedankfest. Man ist dankbar für das Essen und die Familie und generell alles, was man hat. Als traditionelles Essen haben wir Truthahn mit Kartoffelbrei und brauner Soße zusammen gekocht. Als Nachtisch gab es Pumpkin-Pie mit gaaanz viel Sahne. Am nächsten Tag war außerdem Black Friday und ich war den ganzen Tag mit meinen Freunden unterwegs, um die besten Deals zu finden.

... Mia Cremer schon viel herumgekommen.
... Mia Cremer schon viel herumgekommen.

Utah ist bekannt für seine vielen Skigebiete. Die Berge quasi direkt vor meiner Haustür sind wunderschön und ich habe mir sagen lassen, dass man im Winter, der hier relativ lange und intensiv zu spüren ist, nur draußen ist, um Ski, Snowboard oder Schlitten zu fahren.

Seitdem Thanksgiving vorbei ist, hat hier offiziell die Weihnachtszeit begonnen. So langsam sind alle Häuser mit ganz vielen Lichtern geschmückt und überall wird Weihnachtsmusik gespielt. In der nächsten Zeit gibt es sogar einen deutschen Christkindlmarkt! Darauf freue ich mich natürlich sehr, da ich vor allem jetzt in der Weihnachtszeit die deutschen Traditionen und meine Familie selbstverständlich sehr vermisse.

Die amerikanischen Weihnachtstraditionen haben viele Unterschiede zu den deutschen. Es gibt zum Beispiel keinen Nikolaus-Tag und keine Adventskalender, außerdem werden die Geschenke erst am ersten Weihnachtstag morgens ausgepackt. Ich freue mich schon sehr auf diese nächste Zeit und bin super dankbar, dass ich das amerikanische Weihnachten mit meiner wundervollen Gastfamilie erleben darf. Ich bin ebenfalls unendlich dankbar für meine Freunde und Familie in Deutschland, dass sie mich unterstützt haben, meinen Traum wahr zu machen und vor allem für das Vertrauen, zehn Monate ganz allein auf der anderen Seite der Welt zu sein.

Ich hab euch lieb!
Mia Cremer

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