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Weihnachtsgrüße

Dankbar für die kleinen Momente

24.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Noa und Elias Mayer freuen sich auf das Wiedersehen im neuen Jahr in Israel

In diesem verrückten Jahr heiratete Elias Mayer seine Noa.
In diesem verrückten Jahr heiratete Elias Mayer seine Noa.

Ich und meine frisch angetraute Ehefrau sind momentan noch am Hin-und-her-Pendeln zwischen Israel und Deutschland. Wir lernten uns bei meinem Austauschsemester in Tel Aviv kennen und lieben und waren gewillt, diese Beziehung nach meiner Rückkehr am Leben zu erhalten.

Zwei Jahre und unzählige gemeinsame Urlaube, Wochenendbesuche, Reisen und spätabendliche Skype-Sessions später sind wir verheiratet. Die Hochzeit fand in diesem verrückten Jahr in einer kleinen Ortschaft in noch kleinerem Rahmen in Deutschland statt. Wir hatten großes Glück, dass trotz behördlichem Corona-Wirrwarr und Reisebeschränkungen unser Traum in Erfüllung gehen konnte. Das Event wurde natürlich live gestreamt an diverse Verwandte und Freunde in Israel.

Ich wünschte, ich könnte diese Zeilen schon vom Roten Meer aus schreiben, aber diverse bürokratische Hürden machen das noch nicht möglich. So scheint es, dass es dieses Jahr wahrscheinlich auf ein Weihnachtsbeisammensein über Skype hinauslaufen wird. Das ist sehr schade, da sich meine Frau sehr auf ein physisch-gemeinsames Weihnachten gefreut hat.

Doch davon lassen wir uns nicht unterkriegen und allmählich zeichnet sich ab, dass diese kurzfristige Trennung zeitlich bald dem Ende zu geht. Ich blicke voller Erwartungen auf das kommende Jahr, wenn meine Frau und ich unsere gemeinsame Wohnung beziehen können und unser Leben sich endlich in normale routinemäßige Bahnen einpendeln kann.

Die Zeit – weit weg voneinander – hat es uns doch auch mitgegeben, Dankbarkeit zu zeigen für all die kleinen Momente, die man durch das letzte Jahr hatte: von Filmeabenden über Skype bis zu Multi-Player-Games und gemeinsamem Remote-Pizzaessen. Dank des Partnerschaftsvisums war es meiner Frau gegen Ende des Jahres dann möglich, mich für ganze zwei Monate in Deutschland zu besuchen. Diese Zeit nutzten wir in vollen Zügen, doch natürlich ist ein „Goodbye“ nach einer so langen Zeit umso schwieriger. Jetzt da sich das Jahr dem Ende zuneigt, schauen wir wie viele andere auch hoffnungsvoll in Richtung 2021. Ganz viele Grüße an all die anderen Paare, die durch Corona getrennt waren oder sind, und frohe Feiertage aus Deutschland und Israel.

 

Elias Mayer

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