Wendlingen

FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis Esslingen Robert Langer: Freiheit mit klar geregeltem Recht

07.09.2021 05:30, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bundestagswahl 2021: Robert Langer, Bundestagskandidat der Freien Demokraten im Wahlkreis Esslingen, wünscht sich, dass in der Politik das große Ganze nicht aus den Augen verloren geht und länger vorausgeplant wird. Portraits aller weiteren Kandidaten und Schnellchecks finden Sie auf unserer Seite zur Bundestagswahl.

An der Lauter in Wendlingen treffen wir uns mit Robert Langer, dem Bundestagskandidat der FDP im Wahlkreis Esslingen. Weil die Hintergrundgeräusche durch das Wehr die Videoaufnahme stören, gehen wir hinauf zur Eusebiuskirche, wo gerade die Außenanlagen um das Gotteshaus gepflegt werden. Orgelspiel dringt gedämpft nach draußen. Wir nehmen auf einer Bank neben dem Eingang Platz. Langer hat seinen Lebenmittelpunkt mit Frau und zwei Kindern in Ostfildern – durch persönliche Freundschaften kommt er aber auch immer wieder nach Wendlingen.

Der 50-Jährige ist erst seit kurzer Zeit aktiv in der Politik, obwohl er sich schon immer dafür interessiert habe, erzählt er. Vor drei Jahren ist er in die FDP eingetreten. Auslöser sei Christian Lindner gewesen, der nach der letzten Bundestagswahl 2017 die wochenlangen Koalitionsverhandlungen abrupt abgebrochen habe. Das hätte er nicht machen sollen, davon ist Robert Langer nach wie vor überzeugt. Nach dessen Meinung hätte er abwarten sollen, bis eine Annäherung zustande gekommen wäre. Bei der nächsten Wahl sollte die FDP wieder Teil der Regierung sein – das sei damals wie heute sein Ansporn gewesen. Außerdem wolle er Leute für die Politik gewinnen, „denn Politik geht uns alle an“.

Warum er sich dann ausgerechnet die Freien Demokraten als Mitglied ausgesucht hat, nachdem die FDP als Partei der Besserverdiener, Selbstständigen und Unternehmer gilt – diese Perspektive geht Langer nicht mit. „Das stimmt nicht“, sagt er spontan und erläutert seine Sichtweise so: in den 1990er/2000er-Jahren habe jede Partei für sich ihren Bereich abgesteckt. Die SPD stand für Soziales, die Grünen für Umwelt, die FDP im Wirtschaftseck mit liberalen Positionen. Heute ist nach seinem Dafürhalten „jede Partei irgendwo liberal, jede Partei hat soziale Werte und Umwelt spielt in jeder Partei mehr oder weniger eine Rolle. Nur die Wege dorthin sind unterschiedlich“. Da müsse der Wähler entscheiden, was und wem er mehr glaubt oder welchem Weg man folgt. Für sein Plakat hat der Inhaber zweier Agenturen folgenden Slogan verwendet: „Wirtschaft, Umwelt und Soziales gehören zusammen.“ – „Dafür stehe ich auch“, sagt Robert Langer über seine persönliche Wahrnehmung von FDP-Politik.

Sein erster Wahlkampf ist es nicht: der 50-Jährige sitzt seit knapp einem Jahr in Ostfildern im Gemeinderat, als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl ging er Anfang dieses Jahres ins Rennen. Gegen den wieder kandidierenden Amtsinhaber Christof Bolay erreichte er immerhin 30,87 Prozent der Stimmen – ein Achtungserfolg, wie er selbst sagt.

Robert Langer wurde 1971 in Esslingen
geboren. In die Berufswelt startete er mit einer technischen Ausbildung in einem Autohaus (1986) und wechselte danach in den kaufmännischen Bereich (1990).
Heute ist er selbstständig und Inhaber
einer Personalvermittlung in Ostfildern und einer Vertriebsagentur in Filderstadt.
Mit seiner Familie lebt er in Ostfildern.

Seit 2018 ist er Mitglied bei den Freien Demokraten. Schatzmeister des FDP-Ortsverbands Esslingen.

Im Oktober 2020 rückte er in den
Ostfilderner Gemeinderat.

Im Februar 2021 kandidierte er für das Amt des Oberbürgermeisters in Ostfildern.

Welches sind die größten Herausforderungen?


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