Wendlingen

Der Esslinger Linken-Kandidat Anil Besli kämpft gegen Rassismus

02.09.2021 05:30, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bundestagswahl 2021: Der Kandidat der Linken, Anil Besli, über die Idee einer Grundsicherung für beinahe alle, Chancengerechtigkeit, ungewöhnliche Wege der Energiegewinnung und das Verhältnis seiner Partei zu Russland und Israel. Portraits aller weiteren Kandidaten und Schnellchecks finden Sie auf unserer Seite zur Bundestagswahl.

KÖNGEN. Wir treffen Anil Besli, den Kandidaten der Linken, an der Köngener Zehntscheuer. Diesen Platz haben wir gemeinsam ausgewählt, weil er mit den Öffentlichen gut von seinem Wohnort in Leinfelden zu erreichen ist. Wie kam er zur Politik und zur Linken? Das wurde ihm quasi in die Wiege gelegt, denn schon die Eltern waren politisch aktiv in einem türkisch-kurdischen Verein. Der sagte ihm jedoch nicht so zu, er trat mit 17 dort aus und fand seine neue politische Heimat in der Linken.

Anil Besli ist 26 Jahre alt, er studiert Politik und Ethnologie in Tübingen und steht kurz vor dem Abschluss. Nebenbei hat er im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Seminare für Kinder und Jugendliche zum Thema Antirassismus und demokratische Bildung gegeben. In dieser Richtung kann er sich auch seine berufliche Zukunft vorstellen. Besli ist Mitbegründer der Aktionsgruppe Migrantifa Stuttgart, die sich gegen Rassismus engagiert. Der Kandidat für den Wahlkreis Esslingen steht auf Platz 16 der Landesliste. Er ist verlobt.

Für diese hat er bereits bei der vergangenen Landtagswahl im Wahlkreis Nürtingen kandidiert, nun also Bundestagswahlkampf. Das Thema, das ihn am meisten bewegt, ist Antirassismus. Im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung hat er dazu Seminare gegeben, wo er einerseits von seinen eigenen Erfahrungen berichtet, um migrantische Jugendliche, die sich in ihrer Situation ohnmächtig fühlen, zu bestärken, andererseits möchte er Menschen darauf aufmerksam machen, an welcher Stelle sie rassistisch handeln, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Folge: „Ich wurde schon von Nazis bedroht und angegriffen“, berichtet er. „Diese Erlebnisse und Erfahrungen haben mich aber motiviert, weiterzumachen.“ Beispielsweise mit der Gründung der Aktionsgruppe Migrantifa Stuttgart, die unter anderem Gedenkveranstaltungen für die Opfer des rechten Terrors des „NSU“, in Halle und Hanau, organisiert.


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