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Nürtingen

Bei Nürtinger OB-Wahl hoher Anteil an Briefwählern

03.05.2019 00:00, Von Anneliese Lieb — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Sonntag sind 31 560 Nürtingerinnen und Nürtinger aufgefordert, einen Nachfolger für Otmar Heirich zu wählen

Ende Juli endet die Ära von Oberbürgermeister Otmar Heirich. Wer als nächster Chef ins Nürtinger Rathaus einzieht, darüber dürfen am Sonntag 31 560 Wahlberechtigte entscheiden. Bis gestern Abend hatten 3464 Wähler Briefwahl beantragt. Auf dem Stimmzettel stehen die Namen der vier Bewerber Matthias Ruckh, Jochen Wahler, Dr. Johannes Fridrich und Martin Böhm.

Alle Infos zur OB-Wahl finden Sie in unserem Übersichtsartikel und auf unserer OB-Wahl-Seite.
Die Antworten der Kandidaten zu den Themen aus dem Kandidaten-Check können Sie in unseren Kurzvideos nachschauen.

NÜRTINGEN. Die Spannung steigt und damit auch die Erwartung und Hoffnung. Gibt es am Sonntag bei der Nürtinger OB-Wahl bereits im ersten Wahlgang einen Sieger? Viele Nürtinger rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Matthias Ruckh und Dr. Johannes Fridrich. Offen ist, wie viele Stimmen auf Martin Böhm und Jochen Wahler entfallen. Letztlich hängt das Ergebnis auch von der Wahlbeteiligung ab. Und die wird – darauf deutet das Interesse an der Briefwahl hin – deutlich besser als vor acht Jahren. 2011 gingen bei der OB-Wahl im ersten Wahlgang am 9. Oktober 42,85 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne und am 23. Oktober 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 42,7 Prozent.

3464 Personen beantragten bis Donnerstag Briefwahl

Aktuell sind es in Nürtingen 31 560 Wahlberechtigte. Bereits 3464 Personen haben (Stand Donnerstag) Briefwahl beantragt. Das sind bereits doppelt so viele wie vor acht Jahren. Bis heute, Freitag, 3. Mai, um 18 Uhr können alle Wahlberechtigten im Rathaus noch Briefwahl beantragen. „Im Internet geht es nicht mehr“, so die Pressestelle der Stadt Nürtingen gestern. Wer am Sonntag nicht in Nürtingen ist, aber trotzdem sein Wahlrecht ausüben möchte, kann heute, Freitag, noch persönlich im Rathaus einen Briefwahlantrag stellen. „Die Briefwahlmöglichkeit besteht auch sofort im Bürgeramt“, so Susanne Weisheit von der Pressestelle. Das Bürgeramt der Stadt ist für Briefwähler heute auch von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Und wie viele Nürtinger dürfen bei der OB-Wahl erstmals wählen? Erstwähler (16- bis 18-Jährige) sind es 860.

Beim Wahlkampf-Marathon sind alle vier Kandidaten jetzt auf die Ziellinie eingebogen. Ihr erstes Resümee fällt positiv aus. Matthias Ruckh, der bereits Ende Januar seine Bewerbung für das Amt des Nürtinger Oberbürgermeisters publik gemacht hat, freut sich über das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Oberbürgermeisterwahl. Sowohl die Podiumsgespräche als auch seine eigenen Veranstaltungen seien alle gut besucht gewesen, so Matthias Ruckh. Positiv überrascht habe ihn auch die Resonanz auf seine Einladung an alle Jungwähler zwischen 16 und 22 Jahren. „Über 300 Besucher waren da und haben Fragen gestellt.“ Dass sich die Nürtinger für ihre Stadt interessieren, habe er auch in vielen Gesprächen am Marktstand zurückgespiegelt bekommen.

Die Kandidaten für das Amt des Nürtinger Oberbürgermeisters: Matthias Ruckh
Die Kandidaten für das Amt des Nürtinger Oberbürgermeisters: Matthias Ruckh

Mit dem Verlauf des Wahlkampfs ist der amtierende Bürgermeister von Wolfschlugen zufrieden: „In der Summe war es ein fairer Wahlkampf unter uns Kandidaten“. Jetzt zum Endspurt stehen noch einige Termine im Kalender von Ruckh. Heute, Freitag, ist er beim „Roigl-Wirt“ in Raidwangen, der Gemeinde, in der er viele Jahre als Ortsvorsteher Verwaltungserfahrung sammelte, bevor er in der Fildergemeinde zum Bürgermeister gewählt wurde. Am Samstag ist OB-Kandidat Ruckh nochmals auf dem Wochenmarkt anzutreffen, nachmittags besucht er das Landesligaspiel der TSV Oberensingen und abends drückt er den Wolfschlüger Handballfrauen die Daumen.


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