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Nürtingen

Kommt Bildungszentrum am Schlossberg?

12.03.2014 00:00, Von Anneliese Lieb — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Neuer Vorstoß der CDU-Gemeinderatsfraktion – Verwaltung plädiert für städtebaulichen Wettbwerb

Vor einem Jahr hat der Gemeinderat auf Anregung der CDU-Fraktion die Verwaltung beauftragt, bis zum Jahresende ein Gesamtkonzept für das Bildungszentrum Schlossberg zu erarbeiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei zweifellos das Hölderlinhaus. Die CDU hakt jetzt mit einem weiteren Antrag nach. Am 8. April wird im Gemeinderat über das Bildungszentrum beraten.

Wird für das Bildungszentrum am Schlossberg (mit Hölderlinhaus rechts), Schlossbergschule (links) und Musikschule (Bildmitte im Hintergrund) ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben? Voraussichtlich Anfang April soll das Thema auf die Tagesordnung im Nürtinger Gemeinderat.  Foto: Holzwarth
Wird für das Bildungszentrum am Schlossberg (mit Hölderlinhaus rechts), Schlossbergschule (links) und Musikschule (Bildmitte im Hintergrund) ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben? Voraussichtlich Anfang April soll das Thema auf die Tagesordnung im Nürtinger Gemeinderat. Foto: Holzwarth

NÜRTINGEN. Den Anforderungen an eine moderne Volkshochschule entspricht das Hölderlinhaus schon lange nicht mehr. Deshalb wurden vor sieben Jahren von der Verwaltung Sanierungsüberlegungen angestellt. Technischer Beigeordneter Andreas Erwerle plädierte damals im Bauausschuss für einen Neubau. Der Gemeinderat beschloss den Abriss des Hölderlinhauses. Die Abrisspläne wurden auf Eis gelegt, nachdem innerhalb der Nürtinger Bevölkerung massiver Protest erhoben wurde. Die Neubaupläne hielten viele Bürger für überzogen und nicht zur Altstadt passend. Das Gutachten des Bauhistorikers Dr. Gromer sorgte für ein Umdenken. Dr. Gromers Untersuchungen ergaben, dass im heutigen Erdgeschoss, der ehemaligen „Beletage“, und im darüberliegenden Ostgiebel des Dachgeschosses noch Rohbausubstanz erhalten sei, welche den historischen Bauplänen folgend in das späte 18. Jahrhundert weise. Hier soll der Lateinschüler Friedrich Hölderlin von 1780 bis 1790 gewohnt haben. Darüber hinaus hat der Bauhistoriker herausgefunden, dass die Bausubstanz von 1750 trotz kleinerer Umbauten um 1812 im Wesentlichen unverändert bis 1884 erhalten geblieben sei. Das alte Rokokohaus hat sein Gesicht verloren, als das alte Mansard-Dach abgebrochen und durch ein flach geneigtes Walmdach ersetzt wurde. Weite Teile der Fassade, etwa 75 Prozent, so Dr. Gromer 2009, seien aus den drei ersten Bauphasen und damit baugeschichtlich relevant.


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