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Mehr Flüchtlinge beziehen Hartz IV

24.03.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gestiegene Zahl der Anerkennungen spiegelt sich in Jobcenter-Statistik

(jg) Immer mehr Asylanträge werden nach der großen Flut im Jahr 2015 bearbeitet und beschieden. Und viele Flüchtlinge werden dabei auch anerkannt. Was zur Folge hat: Immer mehr haben dadurch Anspruch auf Leistungen aus dem Sozialgesetzbuch II (im Volksmund als Hartz IV bekannt). Dies wird auch aus der Statistik deutlich, die der Leiter des Jobcenters im Kreis Esslingen, Werner Schreiner, dem Sozialausschuss des Kreistags in dessen jüngster Sitzung vorlegte.

So lag die Zahl der arbeitsfähigen „leistungsberechtigten Personen aus nichteuropäischen Herkunftsländern“ (so die Amtsdeutsch-Formulierung) im August 2014 noch bei rund 500. Im Januar 2015 kletterte sie auf 657 – um dann einen enormen Sprung zu machen: auf 1993 im vergangenen September. Nicht ganz so groß war der Anstieg bei den nicht erwerbsfähigen Hartz-IV-Beziehern: Aber die Zunahme von 219 (Januar 2015) auf dann 547 im September 2016 bedeutete ebenfalls mehr als eine Verdoppelung.

Hilfebedürftige Familien und Einzelpersonen werden statistisch unter der Formulierung „Bedarfsgemeinschaften“ geführt. Davon gibt es insgesamt rund 11 000 im Landkreis. Bei 1607 von ihnen stammte mindestens eine Person aus „Asylzugangsländern“ (das ist die Zahl aus dem vergangenen September – die aktuellste, die vorliegt). Das macht einen Anteil von 14,6 Prozent aus.

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