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„Wir sind gespannt auf die Rückmeldung“

26.04.2013, Von Philip Sandrock und Jessica Fröschle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Service-Check: Warum die Unternehmen bei der Aktion unserer Zeitung mitmachen und was sie sich davon erhoffen

Seit gut zwei Wochen läuft der „Service-Check“ unserer Zeitung. Mehr als 75 Unternehmen aus dem Verbreitungsgebiet beteiligen sich an der Aktion. Noch bis Mitte Juni können Kunden darüber abstimmen, wie zufrieden sie mit dem Service ihrer Händler oder Dienstleister sind. Dabei sind viele Firmen vor allem auf den kritischen Blick von außen gespannt.

Carmen Nusser wirft in der Bäckerei Medla ihren Stimmzettel in die Losbox. jef
Carmen Nusser wirft in der Bäckerei Medla ihren Stimmzettel in die Losbox. jef

In unserem gesamten Verbreitungsgebiet stehen sie nun – die Losboxen des „Service-Checks“. Kunden können über eine relativ einfache Frage abstimmen: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen einem Freund/einer Freundin oder einem Kollegen/einer Kollegin weiterempfehlen?“ sollen sie auf einer Skala von null bis zehn bewerten.

„Ich finde die Aktion klasse“, sagt Herwart Stribel, Inhaber des Kohlberger Reinigungsmittel-Herstellers Ruja. Deutschland sei verschrieen als Servicewüste. „Wir können zeigen, dass es anders geht“, betont er.

Auch Bäckermeister Bernhard Medla von der gleichnamigen Nürtinger Bäckerei ist von der Aktion überzeugt: „Ich finde es gut, dass sich die kleineren Betriebe dabei präsentieren können“. Denn gerade die kleinen Firmen bieten einen sehr guten Service an, hätten aber oft nicht das Budget, darauf werbewirksam hinzuweisen. Medla erhofft sich aber nicht nur eine Öffentlichkeitswirkung, sondern auch Kritik und Anregungen seiner Kunden: „Wir sind gespannt auf die Rückmeldungen“.

Eckhard Zaiser, Geschäftsführer von Radsport Haspel in Köngen, sieht in der Aktion ebenfalls eine gute Gelegenheit für kleinere Unternehmen, sich zu präsentieren: „Für uns kleine Einzelhändler oder Dienstleister ist das gar nicht schlecht“. Man sehe den eigenen Betrieb schließlich immer nur durch die eigene Brille. Ein Blick und eine Bewertung von außen, vor allem durch die eigene Kundschaft, könne da nur positiv sein.

Eine Einschätzung, wie ihr Unternehmen bei den Kunden ankommt, wünscht sich auch Kristin Schulz von Belle Air Cosmetic in Nürtingen. Durch die Aktion erhofft sich die Kosmetikerin aber nicht nur Lob und Kritik der Kunden. Sie freut sich auch auf Anregungen, wie sie ihr Serviceangebot noch weiter verbessern kann.

Aus diesem Grund beteiligt sich auch die Wendlinger Firma BMW-Brauneisen am Service-Check. Obwohl Geschäftsführerin Marlis Bulmer derzeit wegen des späten Starts der Motorradsaison alle Hände voll zu tun hat, nimmt sie sich die Zeit für die Aktion. Sie legt Wert auf die Resonanz: „Die Kunden bekommen einen Stimmzettel mit, wenn sie bei uns sind“. Sie wisse, dass der Service bereits sehr gut sei, ist sich Bulmer sicher, dennoch sei sie auf die Kundenmeinungen gespannt.

Ähnliches hört man von Ruja-Chef Stribel: „Die Kundenresonanz ist gut. Die Leute wissen von der Aktion“. Er sei jedoch auf die Ergebnisse der Internet-Abstimmung gespannt, die er auch auf der Firmen-Homepage verlinkt hat. „Guten Service darf man heute erwarten“, betont er.

Albert Vieth, Inhaber der Apotheke Frickenhausen, hat einen anderen Weg gewählt, an der Service-Check-Umfrage teilzunehmen: In seiner Apotheke steht noch keine Losbox. „Wir haben hier eine sehr hohe Kundenfrequenz und viele kommen regelmäßig“, sagt Vieth. Deshalb hätten er und sein Team beschlossen, die Abstimmung auf die letzten Wochen der Aktion zu beschränken. Er wolle den Abstimmungszeitraum bewusst kurz halten, damit man die Kunden dann gezielter darauf aufmerksam machen könne. „Die Box darf nicht einfach stumm in der Ecke stehen. Man muss die Kunden gezielt darauf ansprechen“, so Vieth. Neben den Rückmeldungen seiner Kunden erhofft sich der Apotheker auch eine breite Öffentlichkeitswirkung.

In der Bäckerei Medla steht die Box bereits seit Beginn der Aktion – immer wieder werfen Kunden ihre Stimmzettel ein. „Den Service-Check finde ich super, es ist einfach toll, dass man seine eigene Meinung äußern kann. Ich finde, dadurch kann man einfach seine Wertschätzung zeigen,“ so Carmen Nusser. Auch Juliane Althoff ist von der Service-Check-Aktion begeistert: „Es ist eine Rückmeldung an das Geschäft, man kann das loswerden was einen besonders stört, aber auch dem Geschäft zeigen, was man besonders gut findet.“

Abstimmen kann man noch bis zum 15. Juni entweder über die Stimmzettel in den Unternehmen oder im Internet unter www.ntz.de/service-check.