Senioren-Redaktion

Pfui, dieser ewige Egoismus

02.05.2020 05:30, Von Peter Reinhardt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egoismus ist ärgerlich – zumindest der Egoismus der Anderen. Aber vielleicht sollte man mal genauer hinsehen: natürlich haben und brauchen alle Lebewesen einen kräftigen Egoismus – die Maus, der Löwe, der Affe – alle könnten nicht leben ohne einen ausgeprägten Egoismus: wie kämen sie sonst zu etwas Essbarem? Aber schon im Tierreich gibt es Ausnahmen: zuerst wohl in der Pflege des Nachwuchses. Da müssen die Eltern zugunsten der Nachkommen auf allerlei verzichten.

Dann: manche Tiere bilden so etwas wie Rudel: da verzichtet ein Großteil der Tiere auf den individuellen Egoismus – damit ist verbunden: sie müssen sich unterordnen unter einen Chef; das heißt: Aufgabe des eigenen Egoismus – es bleibt aber der starke Egoismus des Rudels – zum allgemeinen Nutzen. Bei der Bildung von Staaten geschieht nichts anderes: die Menschen verzichten auf einen Teil des eigenen Egoismus – durchaus im Eigeninteresse – es geht ihnen (den meisten) in der größeren Gemeinschaft besser als einem isolierten Einzelwesen. Die staatliche Polizei und die Religion helfen ihm, die teilweise Unterwerfung zu akzeptieren und auf ihren Egoismus – teilweise - zu verzichten.


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