Senioren-Redaktion

Nicht jedes Wiesenfestle ist ein Großangriff auf die Natur

08.05.2021 05:30, Von Gunther Keller — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im zeitigen Frühjahr sah man sie wieder: Mit Anhänger, langer Leiter und sogar Hochentaster fuhren sie selbst bei eisiger Kälte aufs Stückle, um den Winterschnitt in den Streuobstwiesen zu machen, und derzeit machen sich wieder viele auf, die Wiese zu mähen, sonst könnten einen die Nachbarn ja für lästerlich faul halten. Den Obstbäumen tut der Schnitt gut, obwohl auch mit dem verbesserten Ertrag keine Reichtümer zu verdienen sind.

Was treibt diese im Schwäbischen verbreitete Spezies um, wenn sie sich um den Streuobstbestand kümmert, schneidet, mäht, abgegangene Bäume mit Neupflanzungen ersetzt und im Herbst in mühevoller und kreuzlastiger Arbeit Tonnen von mittlerweile bio-zertifiziertem Obst bei den Mostereien abliefert? Bei manchen mag es die Tradition sein, die sie am Stückle hängen lässt: So eine Wiese gibt man nicht her, wer weiß, was daraus in Zukunft wird.

Bei anderen ist es neben der Erfahrung, selber etwas herzustellen, der Gedanke, mit dem naturgemäßen Streuobstanbau auch einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten, ist doch die extensiv bewirtschaftete Streuobstwiese nachweisbar ein Tummelplatz für allerlei Getier, darunter vielfach inzwischen bedrohtes. Hornisse, Siebenschläfer, Steinkauz und Halsbandschnäpper lassen grüßen.


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