Senioren-Redaktion

Einschränkungen haben die Würde des Menschen nicht verletzt

06.06.2020 05:30, Von Marianne Erdrich-Sommer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Zeiten von solch gravierenden Einschränkungen wie derzeit muss die Frage erlaubt sein, ob das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit mit anderen Grundrechten, wie sie in unserem Grundgesetz festgeschrieben sind, kollidiert. Genau das spricht die Aussage von Bundestagspräsident Schäuble: „Der Schutz des Lebens steht nicht über allem“, an. Mich hat das sehr zum Nachdenken angeregt und zwar weit über die Maßnahmen gegen die Corona Krise hinausgehend.

Wie stehen die Grundrechte unserer Gesellschaft und ihre Wertigkeit gegeneinander? Sind sie alle gleichberechtigt; was, wenn Zielkonflikte entstehen? Nun ist das erstgenannte Grundrecht unserer Verfassung: „Die Würde des Menschen“ unantastbar nicht abzuwägen oder zu relativieren. Es steht fest. Darauf hat Herr Schäuble ja abgezielt. In der Corona-Zeit stellen sich die Fragen noch einmal dringender. Jede und Jeder, die sich ernsthaft damit beschäftigen, werden sich mit der Ambivalenz auseinandersetzen müssen: Rechtfertigt die Bedrohung des Lebens durch Covid-19 die massiven Einschränkungen? Es geht dabei nicht nur um das eigene Leben, sondern um die Frage: Ertrage ich die Einschränkungen der Freiheit für das sichere Leben der Mitmenschen und sind dabei die Auswirkungen so groß, dass die Würde in Gefahr steht?


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