Senioren-Redaktion

Benehmen, aber wie?

05.10.2019 00:00, Von Horst Matrohs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Was du nicht willst, dass man dir es tu’, das füge keinem andern zu“, ist ein Spruch aus Kindertagen, den es zu beherzigen galt. Es ist doch klar, dass ich das Buch, das ich mir ausgeliehen habe, zurückgebe. Das gleiche erwarte ich auch, wenn ich jemandem ein Buch ausgeliehen habe. Das Tun und Lassen war damit geregelt und wurde im Allgemeinen beachtet. Den oben genannten Spruch hat schließlich jedes Schulkind verstanden. Auseinandersetzungen wurden sportlich ausgetragen. Streitschlichter waren die Schulfreunde. Ein Nachtreten war verpönt.

Immanuel Kant hat in seinem kategorischen Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ ebenso das Tun und Lassen bestimmt. Als Schulbube habe ich noch nichts von Immanuel Kant gelesen. Wilhelm Busch und die Streiche von Max und Moritz lagen mir näher. Einige der Verse: „Ach was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen“ sind unvergesslich. Was musste die Witwe Bolte ausstehen oder der Herr Lehrer Lämpel erleiden. Ergötzlich zu lesen – Nachahmung nicht zu empfehlen; wer will denn schon feingeschrotet bei Meister Müller enden. Wilhelm Busch hat es auf den Punkt gebracht: „Das Gute – dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt“. Schulbubenstreiche waren harmlos; ein wenig Schadenfreude hatte genügt.


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