Senioren-Redaktion

Streiten – aber richtig

04.04.2020 05:30, Von Gunther Keller — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In diesen Corona-Zeiten hört man viel über die Risiken, die die notwendige drastische Einschränkung aller Außenkontakte auch in Familien mit sich bringt. Die Rede ist von häuslicher Gewalt, die mit der Dauer des Ausnahmezustandes steigt. Man stelle sich vor: Man hat ohnehin Sorge, arbeitslos zu werden und eventuell für längere Zeit zu bleiben, die Ersparnisse sind trotz avisiertem Kurzarbeitergeld schnell verbraucht, die Miete (zwar vorerst gestundet) oder der Kredit müssen dennoch bedient werden. Und zu alledem sitzt man für Wochen in der zu kleinen Wohnung mit gelangweilten und daher nervigen Kindern. Trotz aller medialer Ablenkungsmöglichkeiten ist da Streit fast programmiert.

Umso wichtiger wäre es, richtig zu streiten, Eskalation zu verhindern und schon gar nicht laut oder gar gewalttätig zu werden. Hat man das nicht mal gelernt? Schon in der Kindergartengruppe wird versucht, Konflikte unterhalb der Schwelle körperlich und seelisch verletzender Aktion zu klären, durch Gespräch, Moderation eines Erziehers, Aufstellen von Regeln, Ausgleich, Appell an Fairness und Vernunft, Zuwendung.


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