Senioren-Redaktion

Müll und Moral

07.09.2019, Von Peter Reinhardt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ich formuliere es mal arg hart: Unsere Bequemlichkeit macht die Welt kaputt. Nun, das große Weltall verändern wir nicht durch unser Verhalten – und unsere Erde hat schon vielerlei durchgestanden und überlebt. Und auch die Menschheitsgeschichte hat schon vieles durchgestanden: viele Kriege oder auch Pestepidemien. Und auch in früheren Zeiten hat die Menschheit Eis- und Warmzeiten irgendwie überlebt. Also: keinerlei Grund zu Sorge oder gar zu Panik? Das kann und mag manchen trösten. Und doch: die Frage, wie die Menschen in sagen wir mal in 20 oder 50 Jahren leben werden, sollte uns bedenklich stimmen.

Natürlich kann man denken und sagen: das geht uns kaum noch etwas an – da sind wir längst nicht mehr dabei. Richtig! Aber ist es angebracht, nur an uns heutige Individuen zu denken? Geht uns das Leben von unseren Kindern und Enkeln wirklich nichts an? Und: allen Unkenrufen zum Trotz: wie oft haben „wissenschaftliche“ Vorhersagen schon geirrt? Hat der nette Karl Valentin aus München nicht recht, wenn er spöttisch meint: „Vorhersagen sind immer zweifelhaft, besonders wenn sie sich auf die Zukunft beziehen“? Gilt das heute noch, wo die Gletscher sichtbar schmelzen? Dürfen – oder müssen – wir unseren Lebensstil ändern? Wer tut das schon gerne? Und wie will man über 80 Millionen Deutsche oder gar sieben Milliarden Erdenbürger davon überzeugen, dass wir anders leben müssten? Kaum denkbar.


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