Senioren-Redaktion

Es macht sich nationalistisches Denken breit

05.01.2019, Von Rolf Gent — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Westeuropa wurden die Träume nach den Vereinigten Staaten von Europa erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg konkreter zu werden. Ziel war es, blutige Kriege zwischen Nachbarländern zukünftig zu verhindern. Es war der französische Außenminister Robert Schuman, der am 9. Mai 1950 die Idee einer Gemeinschaft für Kohle und Stahl ins Gespräch brachte. Wie groß seine Verdienste um diese sogenannte Montanunion ist, kann man daran messen, dass im Brüsseler Europaviertel der Place Schuman nach ihm benannt wurde. Die sechs Gründerländer waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande.

Dennoch gab es Krieg. Denn die 1950- Jahre waren vom Kalten Krieg zwischen Ost und West geprägt. Der Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 wurde von der sowjetischen Armee brutal im Keim erstickt. Ein Cousin meines Vaters wurde als angeblicher Agitator verhaftet und den Sowjets übergeben. Wir haben nie wieder ein Lebenszeichen von ihm vernommen. Mit dem Vertrag von Rom, der im Jahr 1957 unterzeichnet wird, entsteht die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. EWG – der Gemeinsame Markt. Die 1960er-Jahre bieten gute Bedingungen für die Wirtschaft.


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