Senioren-Redaktion

Es lebe die kompromissbereite Demokratie

07.03.2020 05:30, Von Peter Reinhardt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die alten Griechen, vor allem die Athener, stellten als Weltneuheit einiges in Frage, was bisher als selbstverständlich galt. Zum Beispiel die Überzeugung, dass eine Gemeinschaft nur funktionieren könne, wenn ihr ein Herrscher vorsteht. Dabei kamen sie auf die Idee, dass das Volk ja vielleicht sich selber regieren könnte. Und sie probierten es aus. Das war die Geburtsstunde der Demokratie, die wir heute nicht mehr missen möchten. Und das funktionierte hervorragend, solange ein kluger Kopf – Perikles – als gewandter Redner in der Volksversammlung kluge Vorschläge machte, die das Volk dann gescheit beschloss.

In späteren Zeiten dann waren allerdings nicht mehr alle Volksbeschlüsse gut und erfolgreich. Geschickte Redner mit weniger Klugheit bewegten das Volk zu sehr riskanten Unternehmungen – mit zum Teil verhängnisvollen Folgen. Deswegen warnten zwei berühmte Philosophen, Platon und Aristoteles, vor den Unsicherheiten der demokratischen Staatsordnung. Und nach spätestens 200 Jahren war Athen so massiv geschwächt, dass es sich dem jungen Diktator Alexander fast kampflos unterwerfen musste.


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