Reportage

Zu Besuch in der Schatzkammer des Kaukasus

23.03.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Georgien bietet dem aufmerksamen Reisenden ein Kaleidoskop an Mythen und faszinierender Geschichte – Von Gerald Stäbler

Abendstimmung über der Bagrati-Kathedrale
Abendstimmung über der Bagrati-Kathedrale

Weit nach Mitternacht wirkt das Szenario an der Kettenbrücke in Kutaissi beinahe bedrohlich, wenn sich der Rioni als drittlängster Fluss Georgiens schäumend seinen Weg durch die ansonsten im Dämmerzustand weilende Stadt bahnt. Ein beinahe voller Mond umspielt dabei silbrig glänzend jene Fluten, die von den kaukasischen Bergen Swanetiens – von der Schneeschmelze gespeist – zunächst tosen, um dann gut 300 Kilometer weiter träge fließend in einem sumpfigen Flussdelta am Schwarzen Meer zu enden. Das Brausen des Wassers ist allgegenwärtig, selbst als uns der überaus höfliche Baschta zu dieser ungewohnten Stunde auf eine kleine Weinprobe in den feuchten, mit Spinnweben und allerlei Winzerutensilien bestückten Gewölbekeller einlädt. Der Rote schmeckt trotz früher Stunde hervorragend, doch wen wundert es, schließlich genießen georgische Tropfen den Ruf, aus einem der Ursprungsländer des Weinbaus zu entstammen. Klima, Geologie und eine natürliche Begabung der Menschen für den Wein haben die Reben in gut 7000 Jahren kultiviert und teilweise eine einzigartige Sortenvielfalt geschaffen.


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