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Reportage

Sicherheit für Frauen

30.07.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Neben „Luisa“ gibt es auch noch den Code „Maske 19“ und verschiedene Apps, die Frauen nach Hause begleiten.

Maske 19: Dabei handelt es sich nicht etwa um einen ganz besonderen Maskentyp zum Schutz vor Corona, sondern um einen Hilferuf. Wer von häuslicher Gewalt betroffen ist, für den genügt es, der Apotheke telefonisch oder beim Vor-Ort-Besuch dieses Code-Wort zu nennen. Das Gespräch kann dann wie ein Verkaufsgespräch geführt werden, mit Angabe der Adresse für eine „Lieferung“. Eingeweihte Apotheker können dann Polizei und Behörden informieren. In Wendlingen sprachen wir mit Julia Wirth über diesen Code. Wirth hat zwei Apotheken und kannte das Konzept nicht. „Ich finde es aber super. So kann Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, geholfen werden“, sagt sie und weist darauf hin, dass es neben dem Arztgeheimnis auch das Apothekergeheimnis gibt.

Handzeichen: Wer sich unwohl und bedrängt fühlt, kann auch die Hand heben und dann zu einer Faust formen. Die kanadische Stiftung für Frauen hat dieses Handzeichen über TikTok ins Spiel gebracht. In einem Video fragt eine Frau nach einem Kochrezept und streicht sich dann unauffällig durch die Haare. Anschließend formt sie das Zeichen. Damit reagierte die Stiftung auf die während Corona angestiegene Gewalt gegen Frauen, die vor allem über Video-Anrufe um Hilfe baten. Hat die Person keine Möglichkeit, ihren Hilferuf zu erklären, reicht schon das Zeichen an sich. In diesem Falle ist es durchaus angemessen, 110 zu wählen.


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