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Reportage

„ . . . mit dem metallenen Dache der Kirchturm“

20.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Über Hölderlins letzte Jahre in Nürtingen – Von Michael Franz

Diese Gouache eines unbekannten Künstlers mit den Initialen C. P. aus dem Jahr 1815, deren Original das Nürtinger Stadtmuseum besitzt, zeigt Nürtingen, wie es sich auch Hölderlin bei seiner Heimkunft dargeboten haben könnte.
Diese Gouache eines unbekannten Künstlers mit den Initialen C. P. aus dem Jahr 1815, deren Original das Nürtinger Stadtmuseum besitzt, zeigt Nürtingen, wie es sich auch Hölderlin bei seiner Heimkunft dargeboten haben könnte.

Mitte Juni 1802 traf Hölderlin nach einer anstrengenden Rückreise von Bordeaux in Stuttgart bei seinem Freund, dem Kaufmann Christian Landauer, ein. In Bordeaux hatte er – kaum ein halbes Jahr zuvor – eine Hauslehrerstelle beim Hamburgischen Konsul angetreten, wo man aber – wie sein Freund Schelling von ihm erfahren hat – „Forderungen an ihn gemacht zu haben scheint, die er zu erfüllen theils unfähig war, theils mit seiner Empfindlichkeit nicht vereinbaren konnte“. Was das für „Forderungen“ waren, die Hölderlin nicht erfüllen konnte und mochte, geht aus diesem Bericht nicht hervor. In der Forschung nimmt man häufig an, er habe sich dagegen gewehrt, Predigtdienste zu übernehmen. Das dürfte aber den wahren Sachverhalt nicht ganz treffen. Denn er hatte, wie aus einem seiner Briefe hervorgeht, ausdrücklich akzeptiert, auch als „Privatprediger“ zu fungieren.


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