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Reportage

Libanon – Phönix aus der Asche

30.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Zedernrepublik kommt nicht zur Ruhe – Reiseimpressionen von 1997 erinnern an ein damals gerade wieder aufblühendes Land – Von Gerald Stäbler

Antikes Highlight – der Venustempel in Baalbek Fotos: Stäbler
Antikes Highlight – der Venustempel in Baalbek Fotos: Stäbler

Eine unselige Tragödie hat die kleine Zedernrepublik des Libanon am 4. August 2020 heimgesucht und wirtschaftlich, moralisch und psychisch fast vollständig in den Abgrund gerissen. Die Explosion von rund 2750 Tonnen falsch gelagerten Ammoniumnitrats im Hafen von Beirut hat über 190 Menschen das Leben gekostet, rund 6600 Personen wurden verletzt und 300 000 Menschen sind durch teils schwerste Beschädigungen an Gebäuden obdachlos geworden. Die Gründe sind vielfältigster Natur, aber was bleibt sind Schmerz, Wut, Trauer und ein ohnmächtiges Gefühl. Es scheint, die Menschen sind gebrochen und haben ihren Lebensmut und vor allem ihre Hoffnung verloren. Im Jahr 1997 hatte ich das Land besucht, das sich 1990 – nach Ende eines 15 Jahre andauernden, verheerenden Bürgerkriegs – anschickte, das Leichentuch dieser Horrorjahre allmählich gegen ein frisches Gewand des Aufbruchs zu tauschen. Der Wille zum Wandel, zur Neuerung und die Aufbruchstimmung aus den Trümmern des Bürgerkriegs hatten mich dazu veranlasst, meinen damals verfassten Bericht mit „Libanon – Phönix aus der Asche“ zu überschreiben. Die aktuelle Katastrophe hat mir den Anstoß gegeben, die Eindrücke jener Reise nochmals in unveränderter Form aufzugreifen, da ich so sehr die Zuversicht in mir trage und es dem libanesischen Volk wünsche, dass es erneut „phönixgleich“ aus den Trümmern aufersteht und so die Saat der Hoffnung wieder in Richtung einer besseren Zukunft keimen kann. Im Folgenden die bisher in dieser Zeitung unveröffentlichten Eindrücke meiner damaligen (1997) Reise in den Libanon.


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