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Reportage

In Frieden leben – eine Utopie?

02.04.2022 05:30, Von Rudolf Dieterle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nach über 70 Jahren Frieden tobt ein aggressiver Angriffskrieg in Europa. Der moderne Mensch bevölkert die Erde seit rund 200 000 Jahren. Der größte Unterschied zum Tier besteht anscheinend in der Fähigkeit des menschlichen Geistes. Der Mensch ist demnach in der Lage, kausale Zusammenhänge zu erkennen und nach ethisch-moralischen Prinzipien zu handeln.

Aber: Bereits vor 5500 Jahren wurde die blühende Stadt Hamoukar in Syrien ausgelöscht – im ersten bekannten Krieg der Menschheitsgeschichte. Gewaltsame Auseinandersetzungen waren schon früh etwas Alltägliches in den Gesellschaften des Altertums. Ihnen war gemeinsam, dass eine Gruppe von Kriegern einmal oder mehrmals im Jahr auf Beutezug in das feindliche Nachbargebiet ging: Der Krieg war allgegenwärtig, er bestimmte das Leben und das Selbstverständnis solcher Stammesgesellschaften.

Aber auch die Herrscher der antiken Hochkulturen definierten sich über militärische Erfolge und mussten diese Legitimation ständig erneuern. Wikipedia listet ab 735 vor Christus bis heute fast 700 Kriege weltweit auf. Um nur einige zu nennen: 735 bis 715 v. Chr. Erster Messenischer Krieg, 1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg, 1861 bis 1865 amerikanischer Bürgerkrieg, 1914 bis 1918 Erster Weltkrieg, 1927 bis 1949 chinesischer Bürgerkrieg, 1939 bis 1945 Zweiter Weltkrieg, 1957 bis 1975 Vietnamkrieg, 2001 bis 2021 Krieg in Afghanistan, seit 2011 Bürgerkrieg in Syrien – und jetzt die Invasion Russlands in der Ukraine.


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