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Reportage

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

11.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Blüte und Niedergang der Nürtinger Strickwarenindustrie: Vor 130 Jahren kam Gottlieb Imanuel Heusel nach Nürtingen – Von Beate Reinhardt

Das Fabrikgebäude der Firma Heusel an der Ecke Schillerstraße/Steinenbergstraße wurde 1978 gesprengt. Foto: Scholder
Das Fabrikgebäude der Firma Heusel an der Ecke Schillerstraße/Steinenbergstraße wurde 1978 gesprengt. Foto: Scholder

Ein Jahrhundert lang prägten Strickwarenfabriken den Alltag von Tausenden Menschen in Nürtingen und in den Dörfern der Umgebung. Entreß war die erste Firma, sie begann 1884 mit der Herstellung von Socken. Als Zweiter kam Gottlieb Imanuel Heusel aus Reutlingen nach Nürtingen. Er verlegte seine wenige Jahre zuvor in Reutlingen gegründete Firma im Jahr 1890 nach Nürtingen, wo reichlich Arbeitskräfte vorhanden waren, während in Reutlingen die „Arbeiterinnen, besonders die Heimarbeiterinnen, rar waren, er seine Fabrikation aber ausdehnen wollte“. Wahrscheinlich war auch das Lohnniveau in Nürtingen niedriger. Die reichlich vorhandenen Arbeitskräfte waren zu Beginn der Nürtinger Strickwaren-Ära bereits durch die Otto’schen Fabriken mit industriellen Arbeitsformen vertraut, was einen weiteren Vorteil für die Fabrikgründer darstellte.


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