Reportage

Für eine Mütze voll Schlaf

18.03.2019 17:12, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Um ihren Schlafstörungen auf den Grund zu gehen, übernachten Menschen im Esslinger Schlaflabor unter Beobachtung. Ein Selbstversuch mit überraschenden Ergebnissen. Von Matthäus Klemke

Voll verkabelt. Unser Redakteur verbrachte eine Nacht im Schlaflabor. Foto: Holzwarth
Voll verkabelt. Unser Redakteur verbrachte eine Nacht im Schlaflabor. Foto: Holzwarth

Die blauen Kabel hängen wie Lametta von meinem Körper herunter. Die Gurte um Brust und Bauch drücken etwas beim Einatmen. Ganz langsam laufe ich in Richtung Badezimmer. Bloß keine falsche Bewegung machen. Der Blick in den Spiegel erschreckt und amüsiert mich zugleich: Ich sehe aus wie eine Figur aus einem Science-Fiction-Film, bei dem an den Kostümen gespart wurde. Dabei trage ich an meinem Körper modernste Technik zur Überwachung meines Schlafs.

Ich bin im Klinikum Esslingen. Seit knapp einem Jahr gibt es auf der kardiologischen Station des Krankenhauses ein Schlaflabor für den gesamten Landkreis – mittlerweile beträgt die Wartezeit auf einen Platz bis zu zwölf Monate. Notfälle wie Lkw-Fahrer, Piloten und Schwangere bekommen schneller einen Platz.


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