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Reportage

Eine emotionale Reise in die deutsche Vergangenheit

26.10.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eindrücke von einem Besuch im KZ Auschwitz – Von Karin Firnich

Überbleibsel, die von der alles umfassenden Grausamkeit zeugen: Kinderschuhe.
Überbleibsel, die von der alles umfassenden Grausamkeit zeugen: Kinderschuhe.

Warum willst du dir das denn antun?“– so ähnlich lauteten Kommentare zu meinem nächsten Reiseziel. Ja, warum Auschwitz? Die Fakten sind ja hinlänglich bekannt, die Literatur dazu schier unüberschaubar. Ich würde nichts Neues erfahren. Warum also Auschwitz? Auslöser war eine tiefe Unruhe über Berichte von derzeitigem Hass und Hetze, Antisemitismus, Rassismus, Faschismus und Verächtlichmachung demokratischer Strukturen. So hatte die desaströse Nazizeit auch angefangen, und wer Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit kennen und bedenken. Das Reiseziel heißt: Oświęcim, nicht Auschwitz. Oświęcim ist der polnische Name des netten Landstädtchens mit Marktplatz, idyllisch von Wasser umgeben, eine Burg, eine Synagoge und Neubauviertel aus sozialistischer Zeit.


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